So schreibst du Unternehmenstexte, die Sucht­potenzial entwickeln und von vorne bis hinten gelesen werden

So schreibst du Unternehmenstexte, die Sucht­potenzial entwickeln und von vorne bis hinten gelesen werden

Ich erinnere mich nicht gerne an meine Schulzeit zurück. Ewig lange und öde Schulstunden, abgelöst von kurzen Pausen zum Durchatmen. Ständiger Lernstress und Leistungsdruck. Kein Wunder also, dass es mich – vor allem als Jugendliche – wenig freute, mir in der Schule etwas anzueignen. Und ich eine dementsprechend mittelmäßige Schülerin war.

Ganz anders verhielt es sich mit meinen Hobbys. Beim Reiten oder Tanzen entwickelte ich mich schnell weiter. Das machte ja auch Spaß. Und deshalb störte mich das Lernen überhaupt nicht.  

Es gibt also einen großen Unterschied zwischen diesen Situationen, auch wenn sie beide damit zu tun haben, sich weiterzuentwickeln. 

Profitipp

In freudvollen Situationen bewirkt der Botenstoff Dopamin im Gehirn, dass Opium-ähnliche Substanzen ausgeschüttet werden. Das empfinden wir Menschen als angenehm und wir suchen nach Wiederholung. Wenn Lernen also Spaß macht, sind wir konzentriert und aufnahmebereit und möchten mehr davon.  

Aber was hat das jetzt mit deinen Unternehmenstexten zu tun? Natürlich muss auch deine Zielgruppe dein Unternehmen und deine Produkte kennen lernen. Das findet in unserer digitalisierten Welt meistens durch deine Unternehmenstexte auf der Website oder Social Media Plattformen statt.

Setze deine Texte also ein wie verführerisches Schokoladeneis: schon die Vorfreude sollte deinen Leser*innen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen (Glück). Der Genuss stillt dann den Lesehunger (Nutzen), die Inhaltsstoffe bringen auf Hochtouren (Vorsprung). Und es bleibt eine Liebe zu deiner Marke, die an Sucht grenzt (Verbundenheit).

Schaffst du es, in deinen Leser*innen solche Gefühle zu wecken, werden deine Texte zu wahren Dopaminbomben.

Wie das geht, verrate ich dir gleich.

Gute Unternehmenstexte machen deine Leser*innen glücklich

Babys und Kleinkinder lernen gerne. Ihre Eltern bestärken sie bei jedem Entwicklungsschritt mit einem Lächeln und lobenden Worten. Dadurch gewöhnen sie sich an diesen freundvollen Zustand und verknüpfen positive Gefühle mit ihrer Weiterentwicklung. Lernen macht ihnen Spaß. 

Erst im Laufe der Zeit – und leider passiert dies oft in der Schule – kann die Freude an der Sache verloren gehen. Abstrakten Stoff auswendig zu lernen kurbelt das Dopamin im Gehirn nicht an. Von fehlender positiver Verstärkung, Druck oder sogar Strafe ganz zu schweigen.  

Knüpfe in deinen Texten also wieder an einen freudvollen Zustand an. Zaubere deinen Leser*innen ein Lächeln auf die Lippen, versuche, während des Lesens ein Wohlgefühl zu erzeugen. Dadurch lädst du deine  Inhalte emotional auf und machst sie relevant für deine Zielgruppe.  

Viele Werbungen setzen darauf, dass bei ihrer Betrachtung Glücksgefühle ausgelöst werden. Sehr gut funktioniert dies mit Sujets von Kleinkindern, Tieren oder mit sinnlichen Inhalten. Das aktiviert positive Emotionen, wie bereits viele Studien festgestellt haben. 

Denk nur an die Bank Austria Werbung von Jung von Matt/Donau aus dem Jahr 2002, in dem ein kleiner Bub sich bemüht, eine Milchflasche zu öffnen. Die Atmosphäre ist friedvoll und wird untermalt von der Frage „Was wären die großen Erfolge ohne die kleinen?“ Ein Spot, der im Gedächtnis bleibt und zum Schmunzeln anregt.  

Aussagekräftige Unternehmenstexte stiften Nutzen für deine Leser*innen 

Wie erwähnt, ändert sich das Lernverhalten von Kindern in der Schule meist. Viele erlernte Dinge bleiben abstrakt, da sie nicht gleich in die Praxis umgesetzt werden können. Die Kinder beginnen nun, sich nutzenorientiert zu verhalten. Sie eignen sich Wissen an, um ein Problem zu lösen oder eine Prüfung zu bestehen.  

Ist das geschafft, wird im Gehirn wieder Dopamin aktiviert. Zwar nicht so stark wie bei freudvollem Lernen, aber es kann nachgewiesen werden. Mach dir dieses Wissen zunutze und sprich in deinen Texten ein Problem oder eine Herausforderung deiner Leserschaft an. Und dann präsentiere eine Lösung.

 Damit sich deine Interessent*innen direkt angesprochen fühlen, beschreibe die Herausforderung am Anfang so detailliert, dass du deinen Leser*innen ein Kopfnicken entlockst. Führe sie danach Schritt für Schritt zur Lösung. Vergiss dabei nicht, eventuelle Hürden anzusprechen, aufgrund derer das angestrebte Ziel bis jetzt nicht erreicht wurde.

Je mehr sich deine Interessent*innen mit der beschriebenen Situation identifizieren, desto eher lesen sie deinen Text bis zum Schluss.

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Eine Lösung bedeutet nicht, dass du dein ganzes Wissen preisgeben musst. Zeige deinen Interessent*innen, was mit welcher Methode erreichbar ist. Die Leistung selbst verkaufst du dann. Mache im Vorfeld nur glaubwürdig, dass du das Problem deiner Zielgruppe beheben kannst.

 Auch Zahlen von Statistiken oder Umfragen sowie zufriedene Testimonials helfen, die Seriosität deines Angebots zu unterstreichen.

Diese und ähnliche Methoden, deine Leser*innen in deinen Text zu ziehen, erfährst du in meinem Workshop Text-Turbo.

Bedeutungsvolle Unternehmenstexte gewähren deinen Leser*innen einen Vorsprung

Du warst in der Mathestunde das einzige Kind, das die Formel lösen konnte? Und nun im Meeting bist du der Einzige, der die Zahlen aus dem Report richtig interpretiert?  Auch dieser Vorsprung, dieser kleine Sieg schüttet im Gehirn Dopamin aus.

Wettbewerb liegt uns in den Genen. Schon Kinder möchten oft die oder der Erste und Beste sein. Auch viele Spiele zielen darauf ab, dass jemand gewinnt.

Dies ändert sich wenig, wenn wir erwachsen werden. Nicht nur im Sport versuchen wir, uns gegenseitig zu übertreffen. Auch ein Wissensvorsprung gegenüber der Konkurrenz kann eine Dopaminquelle sein.

Darum ziehen Überschriften, die auf geheimes Wissen oder wenig bekannte Informationen im folgenden Artikel hinweisen, meist sehr gut.

Überlege dir also, welche Information für deine Zielgruppe nützlich ist und ihr einen Vorteil verschafft.

Das ist übrigens auch die Intention dieses Blogartikels. Die Umsetzung meiner Tipps soll deinen Texten eine Pole Position im Wettbewerb mit anderen Unternehmen ermöglichen.

Anziehende Unternehmenstexte machen deine Leser*innen zu deinen Geliebten

So, das ist jetzt nicht unbedingt wörtlich gemeint. Obwohl es für dein Geschäft natürlich grundsätzlich hilfreich ist, ein gutes Verhältnis mit deiner Zielgruppe zu pflegen, musst du nicht so weit gehen.

Aber es ist bewiesen, dass die Menschen Glückshormone ausschütten, wenn sie einen geliebten Menschen sehen. Das kann ein Partner oder eine Partnerin, ein Familienmitglied, ein guter Freud oder die beste Freundin sein.

Diese Menschen verbindet nicht nur eine positive Beziehung zueinander, sondern auch gemeinsame Wertvorstellungen. Ohne die wäre ein harmonisches Miteinander nicht möglich.

Und genau hier kannst du als Unternehmen ansetzen: Verleihe deinen Werten Ausdruck.

Wie beispielsweise die bekannte Marke Nivea: Der Nivea Rasierschaum erinnert dich vielleicht nicht nur an deinen geliebten Großvater. Nivea steht für Sicherheit, Geborgenheit und Zufriedenheit.  Das sind Werte, die sowohl in der Bildsprache des Unternehmens zum Ausdruck kommen als auch in den Unternehmenstexten.

Überlege dir also, für welche Werte deine Marke steht. Sind es Pioniergeist, Ordnung oder Fürsorge? Wohlstand oder Erfolg? Dann nimm nicht nur diese Worte immer wieder in Ihre Texte auf, sondern auch Synonyme dafür. Oder finde Geschichten, die diese Aspekte ausdrücken und mit denen sich deine Leser*innen identifizieren können.

So ziehst du automatisch Menschen an, mit denen du diese Grundhaltungen teilst und die du zu treuen Fans deiner Marke machen kannst.

Schwerpunkte setzen und Leser*innen gewinnen

Setze also, bevor du das nächste Mal zu schreiben beginnst, einen der vier Schwerpunkte. So packst du dein Publikum und machen es zum Junkie deiner Texte. Und was gibt es Schöneres, als wenn sich die Arbeit lohnt und deine Artikel verschlungen werden?

Was du sonst noch beachten solltest, bevor du mit dem Schreiben beginnen, kannst du übrigens hier nachlesen: Content Marketing: 4 grundlegende Fragen, die Sie sich stellen sollten, BEVOR Sie zu schreiben beginnen!

Was Hobbygärtner Hans mit deiner Zielgruppe zu tun hat und wie auch du dein Content Marketing zum Blühen bringst

Was Hobbygärtner Hans mit deiner Zielgruppe zu tun hat und wie auch du dein Content Marketing zum Blühen bringst

Der Sommer kommt und es ist wieder Zeit, meine Balkonpflanzen regelmäßig zu gießen. Da ich nicht unbedingt einen grünen Daumen habe, mache ich das eher nach dem Prinzip „trink oder stirb“. Jede Pflanze wird eingewässert, egal, wie viel Flüssigkeit sie tatsächlich benötigt.

Das ist zwar praktisch für mich, tut meinen Blumen aber nicht unbedingt gut. Und nach ein paar Wochen verabschiedet sich ungefähr die Hälfte davon in die ewigen Blumengärten.

Letztes Jahr war mir dieses Spiel dann doch zu viel, denn neue Pflanzen kosten eine Menge Geld. Und außerdem tat es mir leid um die Ertrunkenen.

Also stellte ich meine Blumen strategisch auf: Die, die weniger Wasser benötigen in die Ecke, die mit mehr Bedarf der Länge nach an die Brüstung. Und siehe da, das funktionierte selbst für so eine Laiin wie mich und ich konnte den ganzen Sommer lang meine Blumenpracht genießen.

Genau so solltest auch du bei deiner Zielgruppe vorgehen. Denn sie besteht ebenfalls aus unterschiedlichen Personen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

Wie du dennoch Gemeinsamkeiten finden und diese Personengruppen hegen und pflegen kannst, zeige ich dir in diesem Artikel. 

Hans, Helga oder Ilse – erstelle einen Prototyp deiner Zielgruppe

Bevor du irgendeine Marketingaktion startest, musst du dir klar darüber werden, wen du überhaupt ansprechen möchtest. Du solltest eine Zielgruppe definieren. Doch Mütter in Karenz, Vertriebsleiter oder Hobbygärtner sind noch keine klar entwickelten Zielpersonen, die du konkret adressieren kannst.

Besser gelingt es mit einer sogenannten (Buyer-) Persona oder einem Avatar, also einem Prototyp deiner Zielgruppe:

Das mag Hans sein, der passionierte Hobbygärtner. Hans ist 43 Jahre alt und berufstätig. Er ist mit seiner Frau und zwei Kindern gerade in ein Häuschen mit Garten am Stadtrand gezogen. Pflanzen, vor allem Rosen, waren von je her seine Leidenschaft, der er in seiner Stadtwohnung jedoch nicht nachgehen konnte.

Aber jetzt ist es so weit und Hans will seine eigene Rosenzucht starten. Sein Ziel ist es, den Garten mit duftenden, bunten Blüten zu verschönern und aufgrund der Blumenpracht vielleicht sogar den einen oder anderen neidvollen Blick seiner Nachbarn einzuheimsen.

Seinen Kindern, Lea und Lion, will er mit seinem Hobby die Nähe zur Natur vorleben. Seine Frau Ilse möchte er zu allen Festtagen – und auch dazwischen – mit bunten Sträußen beglücken. Doch da Hans berufstätig ist, bleibt ihm nicht allzu viel Zeit für sein neues Hobby.

Hans ist also der Prototyp einer Zielgruppe, beispielsweise für eine Gärtnerei, die ihr Rosensortiment als schnell wachsend, pflegeleicht und bunten Blickfang anpreist.

Profitipp

Gehe folgende Liste durch, um relevante Kriterien für deine eigene Persona zu finden:

 

Demografische Kriterien

  • Alter
  • Geschlecht
  • Familienstand
  • Wohnort
  • Haushaltsgröße

Sozioökonomische Kriterien

  • Bildungsstand
  • Beruf
  • Einkommen
  • Hobbys

Psychografische Kriterien

  • Ziele
  • Wünsche
  • Bedürfnisse
  • Lebenseinstellung
  • Probleme
  • Umfeld
  • Werte
  • Lebensstil

Kaufverhalten

  • Habituelles Kaufverhalten
  • Abwechslungsreiches Kaufverhalten
  • Impulsives Kaufverhalten
  • Limitiertes Kaufverhalten

Nicht immer sind alle Kriterien für den Avatar deiner Zielgruppe relevant. Vertreibst du beispielsweise eine Creme gegen Falten, wirst du Frauen reiferen Alters ansprechen. Handelt es sich hingegen um einen Bio-Gemüsesaft, ist das Alter der Zielgruppe ein schlechtes Selektionskriterium. Hier kommt es vielleicht eher auf das Gesundheitsbewusstsein deiner Wunschkund*innen an.

Insgesamt solltest du 3-5 verschiedene Persona-Profile anlegen.

Profitipp

Am besten, du nimmst dazu ein großes Blatt Papier, klebst das Bild deines Avatars in die Mitte und schreibst dann alle ermittelten Merkmale dazu.

Befestige dieses Blatt gut sichtbar an deinem Arbeitsplatz. Du wirst sehen, mit einer klar definierten Ansprechperson als Repräsentant*in deiner Zielgruppe tragen deine Marketingaktivitäten reichere Früchte als jemals zuvor.

Gemeinsam statt einsam – erkenne Ähnlichkeiten in deiner Zielgruppe

Selbst eineiige Zwillinge unterscheiden sich. Vielleicht nicht so sehr im Aussehen, aber sehr wohl in der Persönlichkeit. Genauso ist es auch bei deiner Zielgruppe, denn jeder Mensch ist anders.

Da es aber im Marketing vollkommen ineffizient wäre, jede Person einzeln anzusprechen, musst du Gemeinsamkeiten finden. Diese Gemeinsamkeiten sollen relevant für den Verkauf deines Produktes sein.

Um nochmals zu unserem Beispielavatar zurückzukehren: Hans hat also bestimmte Vorstellungen. Er möchte prachtvolle Rosen züchten, die schnell wachsen und pflegeleicht sind. Und damit ist er sicher nicht alleine.

Auch Helga, die ältere Dame aus der Nachbarschaft, die Blumen liebt, aber bereits mit Arthritis zu kämpfen hat, sucht schöne Pflanzen, die nicht viel Mühe machen.

Obwohl diese beiden Personen grundverschieden sind, haben sie doch ähnliche Ansprüche an Rosenpflanzen und lassen sich so zu einer Zielgruppe zusammenfassen.

In diesem Wissen könnte dein Angebot beispielsweise so aussehen:

„Sie lieben Rosen und würden sie gerne gleich jetzt in Ihrem Garten züchten? Sie haben aber Bedenken, dass die Triebe sich ohne aufwendige Pflege nur sehr langsam entwickeln und Sie ewig auf Ihre wunderschöne Rosenblüte warten müssen?
Dann haben wir genau das Richtige für Sie! Mit unseren schnell wachsenden und pflegeleichten Stammrosen ‚Minerva‘ können Sie die bunte Pracht den ganzen Sommer lang genießen.“

Mit diesen Sätzen triffst du Hans, Helga und vielen anderen Personen deiner Zielgruppe. 

Profitipp

Fokussiere auf Ähnlichkeiten:

  • Gehe von einem Bedürfnis aus (schöne Rosen im eigenen Garten).
  • Sprich die Bedenken und Probleme an, die sich am Weg zum Ziel ergeben können (zu langsames Wachstum, hohe Pflegeintensität) und räume sie gleich wieder aus (schnell blühend, pflegeleicht).
  • Zeige die gewünschte Zielsituation (farbenfrohe Pracht den ganzen Sommer lang).

Mische Emotionen (gleich jetzt – Ungeduld; genießen – Freude) als Dünger für deine Textsaat.

Kundisch statt fachlich – Sprich deine Zielgruppe richtig an

Bei längeren Texten ist es wichtig, nicht nur Bedürfnisse und Probleme der Zielgruppe aufzudecken, sondern auch die passende Ansprache zu finden.

Denn deine Interessen*innen haben ihre eigene Sprache. Oft sind sie keine Expert*innen auf deinem Gebiet und können mit Fachbegriffen nichts anfangen. Oder sie verwenden sie falsch (beispielsweise meinen sie die ganze Website, verwenden aber den eingebürgerten Begriff Homepage dafür).

Verwirrungen sind im Gespräch einfach aufzuklären, schriftlich jedoch nicht.

Gestalte deine Unternehmenstexte daher so einfach wie möglich. Verwende Fachausdrücke sparsam wie Rosendünger und nimm umgangssprachliche Begriffe auf. Es dürfen keine großen Fragezeichen in den Köpfen deiner Zielgruppe entstehen, sonst wird dein Text schnell uninteressant.

Um dich noch besser an die Sprache deiner Interessent*innen anzupassen hat Armin Reins 5 Sprach-Stiltypen entwickelt (Armin Reins, Corporate Language, 1. Auflage, Mainz, 2006, Seite S134ff.), die auch ich in längeren Artikeln verwende:

1. Die Wertorientierten

Wertorientierte Menschen sind oft berufliche Entscheider, die auf ihren Status bedacht sind. Sie möchten sich, wie der Name schon vermuten lässt, beim Lesen von Texten in ihren Werten (beispielsweise Sicherheit, Tradition, Luxus oder Qualität) bestätigt fühlen.

Unser Hobbygärtner Hans passt gut zu diesem Personentyp. Er liebt den gepflegten und intelligenten Umgang mit Sprache, bevorzugt kräftige Verben und schmückende Adjektive.

Die Headlines dürfen nicht zu reißerisch sein, der Text nicht zu kurz. Das Faible von Hans sind Wortspiele, visuelle Sprachbilder, Zitate, Methaphern und Redensarten.

2. Die Gefühlsorientierten

Gefühlsorientierte legen in der Ansprache Wert auf nachvollziehbare Gefühle, Erlebnisse und Erfahrungen. Sie bevorzugen eine stark emotionale Sprache, die alle Sinneskanäle einbezieht. Texte punkten mit Klischees und Romantik, sie sind Welten zum Eintauchen und Träumen.

Unsere Pensionistin Helga ist ein gefühlsorientierter Mensch. Der Boulevard-Bereich mit seinem beschreibenden und erzählerischen Sprachstil weckt ihr Interesse.

Tendenziell möchte sie Text in kleinen Häppchen serviert bekommen, mit vielen Bildern und starken Bildunterschriften. Die Wortwahl sollte für Helga eher einfach gehalten sein, eine leichte Umgangssprache ist willkommen.

3. Die Trendorientierten

Diese Personengruppe ist meist spontan-impulsiv und immer auf der Jagd nach Trends, Style und Fashion News. Werbung bedeutet für Trendorientierte Inspiration und Anregung zum Ausbrechen aus der Normalität.

Die beiden Teenager von Hans, Lea und Lion, gehören definitiv zu den trendorientieren Menschen. Regeln öden sie an, Alternativen beflügeln sie, Trendbegriffe – auch in Fremdsprachen – wecken ihre Neugierde.

Sie lieben eine kreative und humorvolle werbliche Ansprache. Angebote müssen relevant und zeitgemäß sein, aber auch Sicherheit bieten. Denn auf das falsche Pferd möchten Trendorientierte keinesfalls setzen.

4. Die Ergebnisorientierten

Fakten, Fakten, Fakten. Für Ergebnisorientierte zählt nur der Nutzen durch Produktvorteile, Preise oder Serviceleistungen. Humor, Unterhaltung, Geschichten und Erlebnisse bringen diesen Menschentypen nicht weiter.

Ilse, die Frau von Hans, arbeitet als Chefin der IT-Abteilung eines großen internationalen Unternehmens und ist ein ergebnisorientierter Mensch. Sie bevorzugt den Rat von Expert*innen, um sich für ein Angebot entscheiden zu können und liebt Fachausdrücke.

Texte für Ilse müssen in kurzer Zeit möglichst viel Informationen transportieren. In reduzierter Sprache und kurzen Sätzen. Hervorhebungen und Bullet-Points helfen ihr, die oft nur durch einen Artikel scannt, sich möglichst rasch zu orientieren.

5. Die Verweigerer

Für den Verweigerer zählt ausschließlich das Preisargument, denn er hält Produkte für austauschbar. Werbesprache lehnt dieser Kundentyp komplett ab. Erreichen kann man ihn nur durch sachliche Preisinformationen, Nachrichten im PR-Stil oder Testberichte.

Manchmal kommt neben reiner Fachinformation auch eine betont sarkastisch-zynische Ansprache à la „Geiz ist geil“ an. Betonen Sie die Einmaligkeit des Angebots, werden Verweigerer hellhörig. Unglaublich viele Features zu einem sagenhaften Preis sie spornen an.

Schaffst du es, deine Zielgruppe in eine der 5 Sprach-Stilgruppen einzuordnen und deine Texte dementsprechend zu gestalten, wird das die Resonanz deutlich erhöhen, weil sich die Leser*innen persönlich angesprochen fühlen.

Jetzt fehlt nur noch eine Kleinigkeit, um deinen Erfolg zu vervollständigen: nämlich du selbst!

Ja, auch du darfst in deinen Texten Persönlichkeit zeigen. Wie das geht, verrate ich dir in meinen 10 wirkungsvollen Tipps für Unternehmenstexte mit Persönlichkeit, die gerne gelesen werden zum Download.

Die relevanten Informationen – so suchst du für deine Zielgruppe

Natürlich haben Menschen weder Altersringe wie Bäume noch zeigen sie wie Blumen an, welches Milieu sie bevorzugen. Informationen über Menschen musst du dir anders beschaffen. Hier ein paar Ideen, die dir dabei weiterhelfen können:

  • Hör gut zu

Bei jedem Kontakt, sei es im persönlichen Gespräch, per Telefon oder im Mailverkehr kannst du wichtige Informationen über dein Gegenüber herausfinden. Sammel sie und halte sie in einem Karteisystem fest.

  • Erstelle Umfragen

Bestehenden Kund*innen und Interessent*innen kannst du durch eine kleine Umfrage auf ihre Bedürfnisse und Wünsche ansprechen. Dazu gibt es kostenlose Tools, die man leicht auf der Website oder in einem Newsletter einbauen kann.

  • Nutze Social Media Plattformen

Facebook, Instagram, Foren. Du musst nicht selbst auf diesen Plattformen aktiv sein (wenn doch, dann umso besser!), um etwas über deine Zielgruppe herauszufinden. Suche zudeinem Thema passende Posts oder Foreneinträge und beginn zu lesen.

  • Lies Buchrezensionen

Menschen suchen Lösungen in Büchern. Haben diese weiter geholfen, sind sie oft bereit, das auch kundzutun. Durchstöbere also Rezensionen auf Amazon & Co. Du wirst nicht nur auf Problemstellungen stoßen, sondern auch auf die Ausdrucksweise deiner potentiellen Kund*innen. 

  • Sieh dir Videos an

Auch in Videos, die zu deinem Thema passen, findest du oft hilfreiche Ansätze, wie du deine Zielgruppe besser erreichen kannst. Vergiss nicht, auch in die Kommentare unter den Videos zu schauen, es lohnt sich meistens.

  • Besuche Konferenzen oder Vorträge

Hier tummelt sich nicht unbedingt deine Zielgruppe, aber möglicherweise können dir auch Kolleg*innen vom Fach wertvolle Hinweise liefern. Hör dich um und frag nach!

  • Analysiere das Web

Tools wie Google Analytics oder auch der Google Keyword Planner können Daten zu demografischen, sozioökonomischen oder psychografischen Merkmalen deiner Zielgruppe liefern.

  • Untersuche Studien und Marktforschungsergebnisse

Durchstöbere das Netz nach Informationen, die deine Zielgruppe mit einschließen. Vielleicht hilft dir auch das Statistische Zentralamt weiter.

Ich gebe zu – es ist schon ein wenig Arbeit, seine Zielgruppen umfassend zu kategorisieren. Aber es zahlt sich aus, vor allem für den Bereich Content Marketing.

Denn du verschwenden dann weder deine knappe Zeit noch dein wertvolles Geld dafür, Menschen anzusprechen, die du sowieso nie zu deiner Kundschaft zählen wirst. Und konzentrierst dich auf jene Interessent*innen, die tatsächlich Potenzial haben.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Content Marketing: 4 grundlegende Fragen, die du dir stellen solltest, BEVOR du zu schreiben beginnst!

Content Marketing: 4 grundlegende Fragen, die du dir stellen solltest, BEVOR du zu schreiben beginnst!

Aus welchem Grund googelst du hauptsächlich? Suchst du die Antwort auf eine Frage, willst du ein Problem lösen oder mehr Informationen zu einem Thema finden?

Das sind wohl die wichtigsten Gründe, warum du die Suchmaschine befragst. Und deinen Leser*innen geht es nicht anders. Auf der Suche nach Content, also Inhalten, die zu ihrer Sucheingabe passen, durchforsten sie das Internet.
Hängen bleiben sie bei den Seiten, die ihre Suchanfrage möglichst ausführlich und übersichtlich beantworten. Und genau hier setzt Content Marketing an.

Alles logisch und kein Hexenwerk, möchte man meinen.

Und trotzdem lese ich täglich eine Menge Blogposts, Social Media Einträge und Mails, die so entbehrlich sind wie Motten in einem Mehlfass. Die null Mehrwert bieten und einen Großteil der Interessent*innen sicher keinen einzigen Schritt weiter bringen. Und noch dazu so uninteressant getextet sind, dass man freiwillig nur die ersten 3 Worte liest.

So viele Unternehmen schreiben nur, damit sie etwas vorzuweisen haben, ohne Plan und ohne Erfolgsmessung. Sie schreiben für sich – und nicht für ihre Leser*innen. Und damit vergeuden sie Zeit und Geld.

Wenn du diesen Unternehmen mit deinem Content Marketing einen Schritt voraus sein möchtest, dann stelle dir folgende vier Fragen, bevor du zu schreiben beginnst:

1. Wer ist die Zielgruppe für mein Content Marketing?

Auch, wenn Beschreibungen wie Zielgruppe, Klientel, Abnehmer*innenkreis, Kund*innen, Persona etc. in unseren Ohren ein Meerrauschen erzeugen, die Buchstaben im Trauerzug an unseren Augen vorbeilaufen und unser Fluchtreflex einsetzt: ratsam ist es trotzdem, sich vor der Texterstellung für dein Content Marketing zu überlegen, wen du ansprechen möchtest.

Eine Anwältin oder einen Yoga-Lehrer wirst du auf unterschiedliche Weise adressieren. Auch ein Familienvater tickt anders als eine alleinerziehende Mutter. Ebenso wie Personen auf verschiedenen hierarchischen Ebenen.

Ich gehe davon aus, dass du prinzipiell weißt, wen du mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung beglücken möchtest.

Je stärker du dich jedoch in die Rolle deines Gegenübers einfühlen kannst, desto punktgenauer werden auch deine Texte. In welcher Situation befindet sich deine Leserin oder dein Leser gerade? Welche Bedürfnisse spielen eine Rolle? Welche Probleme sollen gelöst werden?

Vergiss dabei nie, dass es sich bei deinen Leser*innen in erster Linie um Menschen aus Fleisch und Blut handelt. Jeder ihrer Handlung liegt eine Emotion zugrunde. Wie du diese weckst, findest du auch hier.

Profitipp

Stell dir während des Schreibens dein Gegenüber genau vor. Wie sieht die Person aus, welche Ausdrücke benutzt sie oder er, welche Gestik und Mimik wird gezeigt? Sprich in deinem Kopf mit der Person. Dann ist deine Treffsicherheit noch größer. 

2. Wie können die Leser*innen von den Inhalten im Content Marketing profitieren?

Wie schon erwähnt, werfen Interessent*innen ihre Suchmaschine meist aus einem speziellen Grund an.

Man unterscheidet drei Arten von Suchanfragen bei Google:

  • die Navigationsanfrage,
  • die Informationsanfrage und
  • die Transaktionsanfrage

Die Navigationsanfrage ist eine gezielte Suche nach einer bestimmten Website. Deine Texte haben bei dieser Art der Suche wenig Einfluss darauf, wohin die Person geleitet wird.

Ganz anders bei Informations- oder Transaktionsanfragen. Hier werden keine bestimmten Seiten angesteuert, sondern Ausführungen zu einem Thema gesucht bzw. schon eine Kaufabsicht kundgetan.

Falls dein Text dazu passt, kannst du dich mit deinem Content Marketing hier einklinken wie mit einem Karabinerhaken in die Kletterwand. Was du allerdings dazu brauchst sind Ösen, also die Worte beziehungsweise Phrasen, nach denen gesucht wird. 

Welche Begriffe das sind und wie sie genau in das Suchfeld bei Google eingegeben werden, kannst du im Groben schon mit kostenlosen Keyword-Tools wie dem Google Keyword-Planner, Ubersuggest oder Answer the public herausfinden. Ins Detail gehen dann kostenpflichtige Versionen. 

Pass deine Inhalte den Suchanfragen an. Schreibe ausführlich, verständlich und integriere die gesuchten Schlüsselworte und Textbausteine. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass deine Texte in der Ergebnisliste einer Suchanfrage aufscheinen.

Aber nicht nur das Wie, sondern auch das Was ist entscheidend. Gib deinem Publikum Zucker. Das bedeutet, sie nicht mit Geschwafel, sondern mit relevanten Informationen zu versorgen. Teile dein Wissen und zeige Kompetenz.

Denn wenn du deinen Leser*innen den richtigen Nutzen durch passende und wertige Inhalte bietest, machst du sie zu Fans deines Unternehmens. Und das ist das erklärte Ziel von Content Marketing.

Profitipp

Aber Achtung: Verpulver nicht dein gesamtes Wissen! Vor allem bei Dienstleistungen läuft man Gefahr, über die Stränge zu schlagen und schon vorab zu viel zur eigentlichen Problemlösung beizutragen. Konzentriere dich daher in deinen Texten auf die Problemlösung und verkaufe danach die Anleitung dazu.

Und bitte keine Selbstbeweihräucherung, die zieht heutzutage nicht mehr. Wenn das, was sich in deinem Unternehmen abspielt, nicht direkt relevant für deine Zielgruppe ist, lass es weg!

3. Welches Format wähle ich für mein Content Marketing?

Die Ausdrucksformen im Content Marketing sind vielfältig. Neben audiovisuellen Medien wie Bildern, Videos oder Podcasts steht eine Reihe von textbasierten Möglichkeiten zur Verfügung:

Ratgeber und Checklisten

Guter Rat muss ganz und gar nicht teuer sein. Oft steht er sogar gratis zur Verfügung, so wie dieser Blogartikel.

Je besser du mit deinem Ratgeber die Problemstellungen der Menschen löst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er gelesen und im Netz verbreitet wird. Das unterstreicht deinen Expert*innenstatus und macht dein Unternehmen bekannter.

Auch Checklisten sind einfach zu erstellen und bieten deinen Leser*innen Mehrwert. Eine Checkliste kann sich entweder im Ratgeber selbst wiederfinden oder auch für sich alleine stehen.

Studien und White Papers

Du musst nicht gleich selbst eine Studie erstellen, um davon zu profitieren. Erweitere oder bestätige durch bereits vorhandene Erhebungen einfach deine eigenen Inhalte. Zahlen aus einer unabhängigen Quelle wirken seriös und können die eigene Argumentation untermauern.

Willst du spezifische Fachinformationen publizieren, eignet sich auch ein Whitepaper für dein Content Marketing: Das basiert ebenfalls auf Zahlen und Fakten, oft in der Form von Forschungsergebnissen oder Case Studies.

Anleitungen und Produktinformationen

In 7 einfachen Schritten zur professionellen Blog-Strategie. 10 Tipps für die Nutzung von Content Marketing. 3 Wege, um mehr Traffic auf deine Website zu ziehen.

Anleitungen in der Form einer Listicle (ein englisches Mischwort aus Liste und Artikel) haben über die Jahrtausende nichts an Aktualität eingebüßt: Die älteste und bekannteste Form sind wohl die 10 Gebote.

Auch Produktinformationen kannst du mit zusätzlichem Content aufpeppen: Wie wäre es mit ein paar hilfreichen Tipps zur Anwendung des Produktes?

Kommentare und Bewertungen

Du liest einen Artikel zu deinem Fachgebiet und willst etwas beitragen? Nur raus damit, wenn es die Kommentarfunktion erlaubt!

In sozialen Medien kannst du Postings beispielsweise auch auf deiner eigenen Seite teilen und kommentieren.

Das freut einerseits die Autor*innen, andererseits zeigt es dein Fachwissen.

Rezensionen und Empfehlungen

Positive Rezensionen und Empfehlungen stellen eine eindeutige Win-Win-Win Situation für dein Content Marketing dar.

Sie helfen sowohl dem Unternehmen als auch den Kund*innen und Interessent*innen mit einem Statement über das Produkt oder die Dienstleistung.

Denn Menschen vertrauen anderen Menschen mit unabhängiger Meinung mehr als einseitigen Unternehmensinformationen.

Presseartikel und Gastbeiträge

Auch Fach- und Publikumsmedien eignen sich dafür, die Botschaften in deinem Content Marketing zu verteilen. Ein interessanter Artikel, aus dem nicht das Eigenlob trieft wie das Fett aus der Pfanne, wird von Journalist*innen gerne aufgenommen.

Professionell aufgebaute Pressearbeit erfordert jedoch mehr als nur Texterstellung. Sie sollte über eine eigene Abteilung oder PR-Agentur laufen und ist für kleine Unternehmen eher aufwendig.

Leichter geht es da schon mit einem Gastbeitrag. Suche dir passende Blogs oder Online-Publikationen und frag einfach mal nach, ob Interesse daran besteht, einen deiner Artikel aufzunehmen.

So, jetzt hast du die Qual der Wahl. Von unterschiedlichen Blickwinkeln aus betrachtet, kannst du auch ein und dasselbe Thema in verschiedene Formate packen.

Doch nicht, bevor du dir die letzte und wohl wichtigste Frage gestellt hast.

Welches Ziel verfolge ich mit meinem Content Marketing?

Was wäre das beliebte Spiel Dart ohne seine Zielscheibe? Ein Billardtisch ohne Löcher? Oder ein Berg ohne Gipfelkreuz?

Was bei vielen Sport- und Freizeitbeschäftigungen gang und gäbe ist, nämlich auf ein bestimmtes Ziel hinzusteuern, fehlt im Content Marketing leider allzu oft.

Aber wie setzt du nun gute Ziele?

Ziele S.M.A.R.T. setzen

Unerlässlich zum Erreichen eines Ziels ist dessen Formulierung. Diese sollte gleich zu Beginn spezifisch (S) gestaltet werden. Also überlege dir, bevor du zu schreiben beginnst, was dein Beitrag bewirken soll. Willst du Menschen auf dein Angebot aufmerksam machen? Willst du, dass sie kaufen, sich für deinen Newsletter anmelden oder ähnliches?

Wenn es dein Ziel ist, die Menschen zu einer Handlung zu bewegen, dann sag das auch!

„Für Leseratten gibt es hier mein E-Book zum Download. Besuchen Sie meine Website für Ihr persönliches Erstgespräch. Abonniere meinen Newsletter für Tipps ohne Ende. Hier geht’s zum Kauf!“

Was auch immer du von deinen Leser*innen möchtest – leite sie an, es zu tun. Diese Handlungsaufforderung wird in Werbewirkungsmodellen auch Call-to-Action genannt. Sie fungiert wie ein Wegweiser, der den Betrachter*innen auf einer Website oder Social Media Plattform Orientierung gibt und dich zu deinem Ziel steuern lässt.

Weiters sollte dein Ziel auch messbar (M) sein. Wenn du mit deinem Beitrag neue Leser*innen für deinen Newsletter erreichen möchtest, dann definierte für dich selbst im Vorfeld, wie viele es sein sollen.

Das Ziel muss für dich selbst auch attraktiv (A) sein? Je mehr Gründe dir einfallen, warum du dein Ziel erreichen möchstest, desto attraktiver wird es in deinen Augen und je mehr freust du dich, wenn du es erreichst. Dein Ziel sollte dich jedoch weder über- noch unterfordern. Zu schwer erreichbare oder unrealistische Ziele nehmen dir schnell die Motivation, wenn ein Ziel zu leicht erreichbar ist, wird die Freude darüber nicht allzu groß sein. 

Das Ziel sollte also sehr wohl realisierbar (R) sein.

Am Schluss solltest du dir einen Termin (T) setzen, bis wann du dein Ziel erreichen möchtest. Alles andere mutiert zur Lebensaufgabe.

Wenn all diese Punkte geklärt sind, dann notiere dir dein Ziel, und zwar in der Ich-Form (Ich werde bis 23. August einen Blogbeitrag mit 2000 Worten schreiben, der darauf ausgelegt ist, dass sich innerhalb von einem Monat 40 Leads zu meinem Newsletter anmelden.). 

Und jetzt … ran an den Content!

Hast du alle Fragen beantwortet, kannst du los starten. Du wirst merken, dass sich nach diesen Vorüberlegungen auch dein Schreibfluss vom müden Bächlein zum reißenden Strom entwickelt. Denn die Struktur hilft dir dabei, bei der Sache zu bleiben und dich nicht zu verzetteln.

Weitere Tipps zum Schreiben erhälst du in meinem Newsletter, also melde dich gleich an!

13 Gründe, warum es genau jetzt aller­höchste Zeit ist, deine eigene Unter­nehmens­sprache zu entwickeln

13 Gründe, warum es genau jetzt aller­höchste Zeit ist, deine eigene Unter­nehmens­sprache zu entwickeln

Schreibst du noch oder textest du schon? Mach es zu deinem Satz! Nur echt in der eigenen Sprache! Diese Aussagen werden Ihnen vielleicht bekannt vorkommen. Es sind abgewandelte Claims aus der Businesswelt.

Warum sie uns noch immer an ein bestimmtes Unternehmen erinnern, hat einen guten Grund: Die Slogans sind alle Teil einer speziell für das Unternehmen entworfenen Sprachwelt, der Unternehmenssprache.

Am bekanntesten ist wohl Ikea, eine Firma, die sich mit ihren ganz eigenen Worten an die Konsument*innen wendet. Das persönliche „du“ in der Anrede, die lustigen Namen und die Personifizierung der Möbelstücke sowie der Akzent der Werbesprecher sind ganz typisch für den schwedischen Einrichtungskonzern.

Ikea hat sich einen Thronplatz in der Möbelbranche gesichert – auch Dank seiner speziellen Unternehmenssprache. 

Wirkungsvolle Texte in der eigenen Unternehmenssprache

Die Unternehmenssprache, in der Fachwelt auch Corporate Language, Corporate Wording oder Corporate Code genannt, gehört wie auch das Logo zur Corporate Identity eines Unternehmens.

Dass sie in der heutigen Zeit oft noch wie die adoptierte Tochter eines Stiefkindes aus erster Ehe behandelt wird, schafft ungeahnte Möglichkeiten für jene Unternehmen, die jetzt darauf setzen.

Die Unternehmenssprache sollte sich durch die mündliche und schriftliche Kommunikation des Unternehmens ziehen wie ein reißfester Spinnfaden. Sie gestalten damit ja schließlich ein Netz, an dem deine Wunschkund*innen kleben bleiben sollen.

Und vergiss nicht, dass deine Texte – sei es auf der Website, in Mails oder auf Social Media Plattformen – oft mehr Kontakt zu Interessent*innen und Kund*innen haben als die Mitarbeiter*innen selbst.

Unternehmenstexte sind wirkungsvoll: Sie laden ein, informieren, beraten und verführen. Im besten Fall verkaufen deine Texte sogar! Daher zahlt es sich aus, ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, was du schreibst – und vor allem wie.

Warum du genau jetzt auf deine eigene Unternehmenssprache setzen solltest

The time is now!

Je eher du damit anfängst, desto schneller siehst du Erfolge. Und gerade in einem immer härter werdenden Wettbewerb ist eine eigene Unternehmenssprache nicht mehr wegzudenken.

Warum? Darum:

1. Du machst dein Unternehmen zum Unikat und hebst dich von der Konkurrenz ab

Keiner ist wie du. Und keiner schreibt wie du, wenn du durch dein eigenes Sprachprofil Persönlichkeit zeigst.

Ein Text in der eigenen Unternehmenssprache sticht aus der Masse an Informationen im Netz heraus wie ein Diamant umgeben von Kohlestücken und wird gelesen.
Damit schaffst du ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, durch das du der Konkurrenz mindestens einen Schritt voraus bist.

2. Du stärkst deine Positionierung als Fundament deines Unternehmenserfolgs

Eine gute Corporate Language streicht heraus, wofür du stehst.
Sie gibt deinem Unternehmen Profil und setzt auf eindeutige Botschaften. Dadurch bekommst du eine glasklare Positionierung.

Du gibst immer 101 Prozent? Sag es! Bei dir zählen Ideen mehr als Hierarchie? Bau in deiner Kommunikation darauf auf! Gegenseitiger Respekt ist einer deiner Kernwerte? Nur raus damit!

Profitipp

Eine Unternehmenssprache, die deine Werte betont, ist im Idealfall der Ausgangspunkt für jede unternehmerische Handlung und das Fundament für deinen Unternehmenserfolg.

3. Du steigerst die Produktivität durch internen Zusammenhalt

Sprache schafft Identifikation und hat daher einen positiven Einfluss auf die Kultur in deinem Unternehmen.

Klare sprachliche Vorgaben verringern Missverständnisse und verbessern die Zusammenarbeit. Deine Mitarbeiter*innen haben das Gefühl, an einem Strang zu ziehen, sind zufriedener und damit auch loyaler der Firma gegenüber.

Und das steigert die Produktivität in deinem Unternehmen – versprochen!

4. Du verbesserst deinen Verkaufsprozess durch Persönlichkeit

Menschen reagieren immer noch am besten auf Menschen.

Je persönlicher deine Texte gestaltet sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie Anklang finden.

Denn dann entsteht in den Köpfen der Leser*innen eine reale Person, die zu ihnen spricht. So kann dir dein Unternehmenstext im Idealfall einen Teil oder sogar den ganzen persönlichen Verkaufsprozess abnehmen (beispielsweise auf Landingpages).

5. Du weckst Emotionen und beeinflusst dadurch Kaufentscheidungen

Sorgfältig gewählte Worte können vor allem eines: Gefühle schaffen und den Leser oder die Leserin so in den Bann ziehen wie sonst nur ein spannender Krimi.

Sind es immer die gleichen Ausdrücke, verbinden sich mit der Marke schon bald Emotionen. Und da Menschen die meisten Kaufentscheidungen aufgrund von Gefühlen treffen, wird sich das auch bald in deinen Verkaufszahlen wiederspiegeln.

6. Du findest schnell die passenden Worte und sparst Zeit

Du musst das Rad nicht immer neu erfinden – mit einem Firmenwörterbuch, vordefinierten Textbausteinen sowie Schreib- und Stilregeln bleibst du bei der Sache und textest schnell und effizient.

Die Vorlagen für eine eigene Unternehmenssprache helfen dir nicht nur dabei, rasch die richtigen Worte für deine Produkte und Dienstleistungen zu finden, sondern auch deine Zielgruppe mühelos und individuell anzusprechen.

Wie du deinen Schreibfluss zusätzlich so anregst, dass aus einem kleinen Bächlein ein reißender Strom wird, lesen Sie hier.

7. Du steigerst die Wiedererkennung deiner Marke und bleibst in den Köpfen deiner Zielgruppe

Wenn du bestimmte Schlüsselworte immer wieder verwendest, gewöhnen sich deine Leser*innen daran und verbinden diese Ausdrücke nach und nach mit deinem Unternehmen.

Hilfreich dabei ist auch ein eigener Claim als Ausdruck der Unternehmenspersönlichkeit, der immer wieder in die Unternehmenstexte eingebunden wird. So verankerst du dein Unternehmen fest in den Köpfen deiner (potenziellen) Kund*innen.

Denn Wiederholung wirkt.

8. Du ziehst deine Wunschkundschaft mit deinen persönlichen Lieblingsworten an

Nigelnagelneu. Wortklauberei. Techtelmechtel.
Wenn du in deine Unternehmenssprache deine eigenen Wohlfühlworte integrierst, fühlen sich bestimmte Menschen zu dir hingezogen.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass diese Menschen ähnlich ticken wie du selbst und mit dir in Resonanz gehen. Das macht sie dann zu deinen idealen Kund*innen.

Denn Gleich und Gleich gesellt sich gerne, wie schon ein altes Sprichwort sagt.

9. Deine Texte klingen immer nach dir – egal, wer sie schreibt

Deine Unternehmenstexte auch extern zu beauftragen wird durch die eigene Unternehmenssprache problemlos funktionieren.

Mit genauen sprachlichen Vorgaben werden Artikel, Blogbeiträge oder Mails immer nach dir und deinem Unternehmen klingen.

So kannst du dich auf dein eigentliches Business konzentrieren und die Unternehmenskommunikation problemlos auslagern, wenn du das willst.

10. Du signalisierst Verlässlichkeit und baust Vertrauen auf

Der Turmbau zu Babel scheiterte daran, dass die Menschen versuchten, in unterschiedlichen Sprachen kommunizieren, um ihr Ziel zu erreichen.

Wenn es in deinem Unternehmen mehrere Autor*innen gibt, kann das auch in der Kommunikation Verwirrung stiften. Denn jede Texterin und jeder Texter hat einen eigenen Stil und bevorzugt andere Worte.

Profitipp

Eine Unternehmenssprache mit eigenen Sprach- und Stilrichtlinien und einem Firmenwörterbuch zu entwickeln hilft dabei, deine Texte wie aus einer Feder wirken zu lassen.

Das baut das Vertrauen deiner Leser*innen auf und zeigt Beständigkeit.

11. Du kommunizierst, wofür du stehst und schaffst damit Identifikation

Werte schaffen Worte. Mit den richtigen Worten kannst du verdeutlichen, wer du bist und wofür du stehst.

Du zeigst Persönlichkeit und gibst deinem Unternehmen Profil in einer Welt, in der schon viel zu viel nach Einheitsbrei schmeckt.

Das verstärkt bei deinem Zielpublikum den Wunsch nach Identifikation mit deinem Unternehmen und das Gefühl, dass deine Marke sympathisch ist.

12. Du bringst dein Unternehmen zur Sprache – ohne riesiges Werbebudget

Wenn deine Postings, Blogbeiträge oder Mails auf organischem Weg deine Leser*innen nicht erreichen, hilft auch die beste Werbung langfristig nicht.

Du kannst mit deiner eigenen Unternehmenssprache im kleinen Kreis sehr gut testen, was bei deiner Zielgruppe ankommt und was nicht. Gute Ergebnisse dann noch mit Werbung zu pushen ist wesentlich erfolgreicher als ein Schuss ins Blaue, bei dem außer Spesen nichts gewesen ist.

Denn eine gute Corporate Language bringt dein Unternehmen zur Sprache – auch ohne riesiges Werbebudget.

13. Du erreichst deine Ziele

Sprache schafft Wirklichkeit. Nutze also die richtigen Ausdrücke, um deine Pläne umzusetzen und deine Ziele zu erreichen.

Erstes Ziel, das du mit deinem Unternehmenstext verfolgst ist wohl, dass er gelesen wird. Wenn deine Artikel nicht nach 0815 klingen und du deinen eigenen Stil einbringst, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit dafür um mehr als das Doppelte.

Aber auch andere Vorhaben wie etwa deine Conversionrate zu verbessern, sind mit einer eigenen Unternehmenssprache leichter zu erreichen.

Starte gleich los mit deiner eigenen Unternehmenssprache!

So, nun weißt du, was es dir bringt, eine eigene Sprache für dein Unternehmen zu entwickeln. Probiere es doch gleich mal aus!

Um weiter in die Welt der Unternehmenssprache einzutauchen, lade dir doch mein gratis PDF „10 wirkungsvolle Tipps für Unternehmenstexte mit Persönlichkeit, die gerne gelesen werden“ herunter und bleibe mit meinem Newsletter am Laufenden!