13 Gründe, warum es genau jetzt aller­höchste Zeit ist, deine eigene Unter­nehmens­sprache zu entwickeln

13 Gründe, warum es genau jetzt aller­höchste Zeit ist, deine eigene Unter­nehmens­sprache zu entwickeln

Schreibst du noch oder textest du schon? Mach es zu deinem Satz! Nur echt in der eigenen Sprache! Diese Aussagen werden Ihnen vielleicht bekannt vorkommen. Es sind abgewandelte Claims aus der Businesswelt.

Warum sie uns noch immer an ein bestimmtes Unternehmen erinnern, hat einen guten Grund: Die Slogans sind alle Teil einer speziell für das Unternehmen entworfenen Sprachwelt, der Unternehmenssprache.

Am bekanntesten ist wohl Ikea, eine Firma, die sich mit ihren ganz eigenen Worten an die Konsument*innen wendet. Das persönliche „du“ in der Anrede, die lustigen Namen und die Personifizierung der Möbelstücke sowie der Akzent der Werbesprecher sind ganz typisch für den schwedischen Einrichtungskonzern.

Ikea hat sich einen Thronplatz in der Möbelbranche gesichert – auch Dank seiner speziellen Unternehmenssprache. 

Wirkungsvolle Texte in der eigenen Unternehmenssprache

Die Unternehmenssprache, in der Fachwelt auch Corporate Language, Corporate Wording oder Corporate Code genannt, gehört wie auch das Logo zur Corporate Identity eines Unternehmens.

Dass sie in der heutigen Zeit oft noch wie die adoptierte Tochter eines Stiefkindes aus erster Ehe behandelt wird, schafft ungeahnte Möglichkeiten für jene Unternehmen, die jetzt darauf setzen.

Die Unternehmenssprache sollte sich durch die mündliche und schriftliche Kommunikation des Unternehmens ziehen wie ein reißfester Spinnfaden. Sie gestalten damit ja schließlich ein Netz, an dem deine Wunschkund*innen kleben bleiben sollen.

Und vergiss nicht, dass deine Texte – sei es auf der Website, in Mails oder auf Social Media Plattformen – oft mehr Kontakt zu Interessent*innen und Kund*innen haben als die Mitarbeiter*innen selbst.

Unternehmenstexte sind wirkungsvoll: Sie laden ein, informieren, beraten und verführen. Im besten Fall verkaufen deine Texte sogar! Daher zahlt es sich aus, ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, was du schreibst – und vor allem wie.

Warum du genau jetzt auf deine eigene Unternehmenssprache setzen solltest

The time is now!

Je eher du damit anfängst, desto schneller siehst du Erfolge. Und gerade in einem immer härter werdenden Wettbewerb ist eine eigene Unternehmenssprache nicht mehr wegzudenken.

Warum? Darum:

1. Du machst dein Unternehmen zum Unikat und hebst dich von der Konkurrenz ab

Keiner ist wie du. Und keiner schreibt wie du, wenn du durch dein eigenes Sprachprofil Persönlichkeit zeigst.

Ein Text in der eigenen Unternehmenssprache sticht aus der Masse an Informationen im Netz heraus wie ein Diamant umgeben von Kohlestücken und wird gelesen.
Damit schaffst du ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, durch das du der Konkurrenz mindestens einen Schritt voraus bist.

2. Du stärkst deine Positionierung als Fundament deines Unternehmenserfolgs

Eine gute Corporate Language streicht heraus, wofür du stehst.
Sie gibt deinem Unternehmen Profil und setzt auf eindeutige Botschaften. Dadurch bekommst du eine glasklare Positionierung.

Du gibst immer 101 Prozent? Sag es! Bei dir zählen Ideen mehr als Hierarchie? Bau in deiner Kommunikation darauf auf! Gegenseitiger Respekt ist einer deiner Kernwerte? Nur raus damit!

Profitipp

Eine Unternehmenssprache, die deine Werte betont, ist im Idealfall der Ausgangspunkt für jede unternehmerische Handlung und das Fundament für deinen Unternehmenserfolg.

3. Du steigerst die Produktivität durch internen Zusammenhalt

Sprache schafft Identifikation und hat daher einen positiven Einfluss auf die Kultur in deinem Unternehmen.

Klare sprachliche Vorgaben verringern Missverständnisse und verbessern die Zusammenarbeit. Deine Mitarbeiter*innen haben das Gefühl, an einem Strang zu ziehen, sind zufriedener und damit auch loyaler der Firma gegenüber.

Und das steigert die Produktivität in deinem Unternehmen – versprochen!

4. Du verbesserst deinen Verkaufsprozess durch Persönlichkeit

Menschen reagieren immer noch am besten auf Menschen.

Je persönlicher deine Texte gestaltet sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie Anklang finden.

Denn dann entsteht in den Köpfen der Leser*innen eine reale Person, die zu ihnen spricht. So kann dir dein Unternehmenstext im Idealfall einen Teil oder sogar den ganzen persönlichen Verkaufsprozess abnehmen (beispielsweise auf Landingpages).

5. Du weckst Emotionen und beeinflusst dadurch Kaufentscheidungen

Sorgfältig gewählte Worte können vor allem eines: Gefühle schaffen und den Leser oder die Leserin so in den Bann ziehen wie sonst nur ein spannender Krimi.

Sind es immer die gleichen Ausdrücke, verbinden sich mit der Marke schon bald Emotionen. Und da Menschen die meisten Kaufentscheidungen aufgrund von Gefühlen treffen, wird sich das auch bald in deinen Verkaufszahlen wiederspiegeln.

6. Du findest schnell die passenden Worte und sparst Zeit

Du musst das Rad nicht immer neu erfinden – mit einem Firmenwörterbuch, vordefinierten Textbausteinen sowie Schreib- und Stilregeln bleibst du bei der Sache und textest schnell und effizient.

Die Vorlagen für eine eigene Unternehmenssprache helfen dir nicht nur dabei, rasch die richtigen Worte für deine Produkte und Dienstleistungen zu finden, sondern auch deine Zielgruppe mühelos und individuell anzusprechen.

Wie du deinen Schreibfluss zusätzlich so anregst, dass aus einem kleinen Bächlein ein reißender Strom wird, lesen Sie hier.

7. Du steigerst die Wiedererkennung deiner Marke und bleibst in den Köpfen deiner Zielgruppe

Wenn du bestimmte Schlüsselworte immer wieder verwendest, gewöhnen sich deine Leser*innen daran und verbinden diese Ausdrücke nach und nach mit deinem Unternehmen.

Hilfreich dabei ist auch ein eigener Claim als Ausdruck der Unternehmenspersönlichkeit, der immer wieder in die Unternehmenstexte eingebunden wird. So verankerst du dein Unternehmen fest in den Köpfen deiner (potenziellen) Kund*innen.

Denn Wiederholung wirkt.

8. Du ziehst deine Wunschkundschaft mit deinen persönlichen Lieblingsworten an

Nigelnagelneu. Wortklauberei. Techtelmechtel.
Wenn du in deine Unternehmenssprache deine eigenen Wohlfühlworte integrierst, fühlen sich bestimmte Menschen zu dir hingezogen.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass diese Menschen ähnlich ticken wie du selbst und mit dir in Resonanz gehen. Das macht sie dann zu deinen idealen Kund*innen.

Denn Gleich und Gleich gesellt sich gerne, wie schon ein altes Sprichwort sagt.

9. Deine Texte klingen immer nach dir – egal, wer sie schreibt

Deine Unternehmenstexte auch extern zu beauftragen wird durch die eigene Unternehmenssprache problemlos funktionieren.

Mit genauen sprachlichen Vorgaben werden Artikel, Blogbeiträge oder Mails immer nach dir und deinem Unternehmen klingen.

So kannst du dich auf dein eigentliches Business konzentrieren und die Unternehmenskommunikation problemlos auslagern, wenn du das willst.

10. Du signalisierst Verlässlichkeit und baust Vertrauen auf

Der Turmbau zu Babel scheiterte daran, dass die Menschen versuchten, in unterschiedlichen Sprachen kommunizieren, um ihr Ziel zu erreichen.

Wenn es in deinem Unternehmen mehrere Autor*innen gibt, kann das auch in der Kommunikation Verwirrung stiften. Denn jede Texterin und jeder Texter hat einen eigenen Stil und bevorzugt andere Worte.

Profitipp

Eine Unternehmenssprache mit eigenen Sprach- und Stilrichtlinien und einem Firmenwörterbuch zu entwickeln hilft dabei, deine Texte wie aus einer Feder wirken zu lassen.

Das baut das Vertrauen deiner Leser*innen auf und zeigt Beständigkeit.

11. Du kommunizierst, wofür du stehst und schaffst damit Identifikation

Werte schaffen Worte. Mit den richtigen Worten kannst du verdeutlichen, wer du bist und wofür du stehst.

Du zeigst Persönlichkeit und gibst deinem Unternehmen Profil in einer Welt, in der schon viel zu viel nach Einheitsbrei schmeckt.

Das verstärkt bei deinem Zielpublikum den Wunsch nach Identifikation mit deinem Unternehmen und das Gefühl, dass deine Marke sympathisch ist.

12. Du bringst dein Unternehmen zur Sprache – ohne riesiges Werbebudget

Wenn deine Postings, Blogbeiträge oder Mails auf organischem Weg deine Leser*innen nicht erreichen, hilft auch die beste Werbung langfristig nicht.

Du kannst mit deiner eigenen Unternehmenssprache im kleinen Kreis sehr gut testen, was bei deiner Zielgruppe ankommt und was nicht. Gute Ergebnisse dann noch mit Werbung zu pushen ist wesentlich erfolgreicher als ein Schuss ins Blaue, bei dem außer Spesen nichts gewesen ist.

Denn eine gute Corporate Language bringt dein Unternehmen zur Sprache – auch ohne riesiges Werbebudget.

13. Du erreichst deine Ziele

Sprache schafft Wirklichkeit. Nutze also die richtigen Ausdrücke, um deine Pläne umzusetzen und deine Ziele zu erreichen.

Erstes Ziel, das du mit deinem Unternehmenstext verfolgst ist wohl, dass er gelesen wird. Wenn deine Artikel nicht nach 0815 klingen und du deinen eigenen Stil einbringst, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit dafür um mehr als das Doppelte.

Aber auch andere Vorhaben wie etwa deine Conversionrate zu verbessern, sind mit einer eigenen Unternehmenssprache leichter zu erreichen.

Starte gleich los mit deiner eigenen Unternehmenssprache!

So, nun weißt du, was es dir bringt, eine eigene Sprache für dein Unternehmen zu entwickeln. Probiere es doch gleich mal aus!

Um weiter in die Welt der Unternehmenssprache einzutauchen, lade dir doch mein gratis PDF „10 wirkungsvolle Tipps für Unternehmenstexte mit Persönlichkeit, die gerne gelesen werden“ herunter und bleibe mit meinem Newsletter am Laufenden!

Wie sich deine Texte im Netz wie ein Virus verbreiten und dabei Nutzen stiften, anstatt zu schaden

Wie sich deine Texte im Netz wie ein Virus verbreiten und dabei Nutzen stiften, anstatt zu schaden

Gestern musste ich husten. Zwei Mal. Ups, dachte ich mir, es wird doch nicht… .
Nein, ziemlich unwahrscheinlich bis gar nicht möglich, ich habe mich die letzten 3 Wochen fast nicht aus dem Haus bewegt. Paranoid bin ich nicht. Aber ich bin gerne zu Hause und wenn ich dadurch mir selbst und den Menschen rund um mich etwas Gutes tun kann, warum nicht.

In den vielen ruhigeren Stunden dachte ich auch über das Virus nach. Ein kleiner Geselle, der sich exponentiell stark vermehren kann, wenn er den richtigen Wirt findet. Was bei Krankheiten nicht erwünscht ist, ist aber oft das Ziel unserer Texte. Nämlich, dass sie weiter getragen werden, damit sie möglichst viele Menschen lesen.

  Schicke deine Texte auf Wanderschaft

Damit der Content deines Blogs, Facebook-Postings oder anderer Texte im Internet die Chance hat, viral zu werden, bedarf es einiger Überlegungen:

1. Was ist das Ziel deines Textes?

Ziele stecken macht erfolgreich. Bevor du also auch nur einen Buchstaben zu schreiben beginnst, solltest du dir im Klaren sein, was du mit deinem Text bewirken willst. Willst du informieren? Unterhalten? Erschrecken (ja, auch das ist möglich!)? Was soll der Leser oder die Leserin tun, nachdem dein Text gelesen wurde?
Mit diesen Überlegungen ergibt sich eine erste Struktur des Contents.

2. Auf welchen Inhalt fokussierst du?

Fasse dein Thema niemals zu weit. Es ist besser, du beleuchtest nur einen Aspekt als du schreibst eine ganze Enzyklopädie. Frage dich immer, welchen Nutzen es bringt, deine Text zu lesen, bevor du losstartest.

Profitipp

Du kannst beispielsweise eine These aufstellen und aus verschiedenen Blickwinkeln beschreiben. Oder du hilfst deiner Leserschaft mit interessanten Tipps zu einem Thema weiter (so wie ich gerade). Auch eine Begebenheit aus deinem eigenen Leben, die mit dem Business Thema zu tun hat, kann auf Interesse stoßen. Oder du beziehst dich in deinen Texten auf ein aktuelles Thema.

 

3. Für wen schreibst du den Content?

Stell dir vor, du redest mit der Person, für die du schreibst. Wer ist diese Person, wie sieht sie aus, wie spricht sie? Durch diese Vorstellung adressierst du nicht nur konkret jene Personen, die du tatsächlich erreichen willst. Du schreibst auch auch lockerer, lesbarer und authentischer.

4. Wie erreichst du deine Leser*innen?

Dein Content muss vor allem eines sein: relevant für jene, die ihn lesen sollen. Blabla zieht schon lange nicht mehr und geht im Getöse des Internets einfach unter. Nur emotionale Texte packen deine Leserschaft. Die Palette der Gefühle ist dabei groß: lustig, erstaunlich, furchterregend, traurig, interessant….all das kann dein Text sein. Nur nicht fad.

5. Welche Struktur hat dein Text?

Fange deine Leser*innen mit einer guten Überschrift, die einen Vorgeschmack auf den Text gibt, jedoch nicht zu viel verrät. Dann gilt: das Wichtigste voran, die Erklärungen danach. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass deine Botschaft ankommt. Denn oft wird ein Text gar nicht bis zum Schluss gelesen, sondern nur nach Nützlichkeit gescannt.

6. Wodurch wird dein Content gefunden?

Google ist eine der größten Suchmaschinen weltweit. Daher ist es wichtig, dass dein Text dort gefunden wird. Der Keywordoptimierung, also der Verwendung bestimmter Worte oder Wortgruppen in einem Text, die sich optimaler Weise mit den Suchanfragen in Google decken, könnte man eine Reihe von weiteren Blogeinträgen widmen.

Profitipp

Hier nur so viel: seit ungefähr Anfang 2020 hat Google das neue Update BERT ausgerollt, das versucht, den Kontext innerhalb einer Suchanfrage zu erkennen und passende Ergebnisse zu liefern. Das bedeutet, wenn du dein Thema gut eingrenzen kannst und zielgruppenrelevant schreibst, ist das schon die halbe Miete.

7. Wie verbreitest du deine Inhalte?

Der beste Text hilft dir nicht, wenn er nicht gefunden wird. Also teile ihn, was das Zeug hält. Per Newsletter, auf deinen Social Media Kanälen, in Foren, von mir aus verschicke ihn auch per Brieftaube. Wichtig ist nur, dass dein Content deine Leser*innen so erreicht, dass sie nicht mehr wegsehen können. Und wenn du Glück hast, wird dies der Beginn einer wunderbaren Reise für deinen Text.

Mehr Erfolg als Superwoman ohne übernatürliche Powerkräfte? So geht’s!

Mehr Erfolg als Superwoman ohne übernatürliche Powerkräfte? So geht’s!

Es ist früh, etwa halb fünf. Unvermutet wache ich auf, das ist normaler Weise nicht meine Zeit. Kaum öffne ich die Augen, überkommt mich schon das ungute Gefühl.

Heute ist es so weit

Workshop bei einem großen Kunden. Seit Tagen bereite ich mich auf diesen Termin vor, gehe das Meeting im Kopf immer und immer wieder durch. Doch gelassener werde ich dadurch nicht, geschweige denn sicherer. Ich quäle mich aus dem Bett, liegen bleiben bringt auch nichts. Lieber nochmals den Ablauf durchgehen. Aber planbar ist bei einem solchen Workshop zum Entwickeln einer Unternehmenssprache eigentlich ohnehin nicht viel. Und das ist eigentlich auch das Schöne daran, diese ganz eigenen Dynamik, die immer entsteht.

Vorbereitung ist alles

Doch halt, gibt es da nicht eine einfache Übung, um seinen Körper in einen „Siegerstate“ zu bringen? Amy Cuddy, Sozialpsychologin und Professorin an der Harvard Business School, hält doch Vorträge in diesem Bereich. Ich habe nicht mehr viel Zeit, mir ihre Arbeit genau zu Gemüte zu führen, aber ich bin auf der richtigen Fährte. Und nach ein wenig Googeln zeigt sich die einfache Lösung: Gewisse Übungen, etwa 2 Minuten lang durchgeführt, erhöhen nachweislich den Testosteronspiegel und bauen das Stresshormon Cortisol ab. Genau das brauche ich jetzt!

Hände in die Hüften

Ich entscheide mich für Superwoman, stehe gerade und stütze die Hände in den Hüften ab. Mehr nicht? Nein, mehr nicht, und das auch nur für 2 Minuten. Kein Problem, wenns was bringt, halt ich das auch 20 Minuten durch. Doch das ist laut Anleitung gar nicht nötig. Etwas skeptisch stehe ich also da und stelle mir vor, wie ich die Welt rette. War zwar nicht beschrieben, schaden kanns aber auch nicht. Nach fünf Minuten beende ich die Übung und hoffe das Beste.

Ich bleibe cool

Bei meiner Fahrt zum Kunden merke ich, dass der Vollmond naht und jeder zweite Autofahrer die Verkehrsregeln vergessen zu haben scheint. Aber anstatt mich wie sonst immer aufzuregen und schimpfend wie ein Rohrspatz hinter dem Lenkrad zu sitzen nehme ich es diesmal mit Humor. Und kann auf zwei wirklich brenzlige Situationen souverän reagieren und einen Unfall vermeiden.

Erfolg garantiert

Ohne Verzögerungen komme ich im Unternehmen an. Halb neun, der Workshop beginnt um neun. Schnell die Mails gecheckt und nochmals auf die Toilette. Hier nutzte ich die Zeit, um meine Übung zu wiederholen und den Superwoman-Modus zu verstärken. Bereit für meinen Workshop und den Ablauf im Kopf betrete ich dann den Konferenzraum. Und tatsächlich! Das Team ist wunderbar und macht meine Übungen voller Begeisterung mit. In nur einem Vormittag können wir einen griffigen Sprachleitfaden für das Unternehmen entwickeln. Vorbereitung ist eben doch – fast – alles!
3 einfache Tipps, um beim Texten dem Leistungstief zu entkommen

3 einfache Tipps, um beim Texten dem Leistungstief zu entkommen

Es ist acht Uhr abends. Ich sitze in meinem Arbeitszimmer und tippe noch einen Blogartikel auf meinem PC. Besser gesagt, ich versuche es. Denn meine am Nachmittag noch so wohlgeordneten Gedanken schweifen immer wieder in Richtungen ab, die ich selbst nicht für möglich gehalten hätte. Ja, es war eben ein langer Tag und ich habe ein Leistungstief.

Plötzlich trällert aus dem Radio eine verführerische Frauenstimme: „Fühlen Sie sich müde, abgeschlagen und lustlos?“ Mir fehlt bereits die Kraft, mein zustimmendes Ja laut herauszurufen, aber ein verhaltenes Nicken bekomme ich noch hin. Ich muss dabei nur aufpassen, dass ich mir meinen Kopf nicht an der Tischplatte stoße, denn die beiden weisen eine schon gefährliche Nähe zueinander auf.

Also, was bringt außer gesunder Ernährung, Bewegung und ausreichend Schlaf (oh Wunder) mehr Energie?
Ich gebe dir hier effektive und leicht anwendbare Tipps, wie du einem Leistungstief vorbeugen und es bekämpfen kannst.

Leistungstief am Morgen oder am Abend?

Nicht zu jeder Tageszeit sind wir Menschen gleich produktiv. Wann wir am meisten schaffen, hängt von unserer individuellen Leistungsfähigkeit ab. Diese variiert unter Tags und ist entscheidend für eine gute Tagesplanung.

Für ein optimales Zeitmanagement solltest du deine persönliche Leistungskurve kennen und dich auch beim Erstellen deiner Texte daran halten.

Bei den meisten Menschen erreicht die Konzentrationsfähigkeit am Vormittag zwischen 08:00 und 12:00 Uhr den Höchststand. Zwischen Mittag und dem späten Nachmittag fällt sie rapide ab, um ab etwa 18:00 Uhr nochmals anzusteigen, jedoch nicht so stark wie am Vormittag. Oft hört man in diesem Zusammenhang die Begriffe Morgen- und Abendmensch.

Morgenmenschen sind meist Frühaufsteher. Sie sind oft schon vor dem Läuten des Weckers wach und sofort ansprechbar. Ihre Leistungskurve beginnt bereits ab sechs Uhr früh stark zu steigen. Am Abend hingegen werden Morgenmenschen rasch müde und gehen früh zu Bett. 

Abendmenschen haben so ihre liebe Not, in der Früh aus dem Bett zu kommen. Sie brauchen dafür oft einige Anläufe und einen Wecker, der nicht so schnell aufgibt. Dieser Leistungstyp ist vor allem am Nachmittag und Abend aktiv.

Profitipp

Morgenmenschen sollten…

  • ihren Arbeitstag früh beginnen.
  • die Tagesplanung kurz nach Eintreffen im Büro angehen.
  • den Morgen dafür nutzen, um komplexe Aufgaben zu bewältigen, kreativ zu sein und Texte zu schreiben oder an herausfordernden Meetings teilzunehmen.
  • Routinearbeiten auf den Nachmittag/Abend legen.

Abendmenschen sollten…

  • den Morgen für Routineaufgaben nutzen, um in die Gänge zu kommen.
  • geistig anspruchsvolle Aufgaben und Meetings sowie die Arbeit an Texten auf den Nachmittag legen.
  • den Abend nutzen, um den nächsten Tag vorzuplanen.

Wenn du bei der Tagesplanung deine Leistungskurve berücksichtigst, wird dir das Schreiben deiner Texte leichter von der Hand gehen.

Beobachte dich bewusst über einen definierten Zeitraum, etwa über eine Woche, um herauszufinden, ob du ein Morgen- oder Abendmensch bist. Zu welcher Tageszeit kannst du dich am besten konzentrieren, wann hast du den meisten Schwung? In welchen Zeiträumen fällt dir die Aufmerksamkeit schwer, wann überfällt dich die Müdigkeit? Teile die Arbeit an deinen Unternehmenstexten danach in Arbeitspakete ein (Recherche, Grobentwurf, Ausformulierung, etc.) und lege diese auf den jeweils für dich günstigsten Zeitpunkt.

Die 80/20 Regel gegen das Leistungstief

Wusstest du, dass du 80% deiner Ergebnisse mit 20% deines Aufwands erreichst? Festgestellt hat das Vilfredo Pareto, ein italienischer Ingenieur, Ökonom und Soziologe des 19. Jahrhunderts.

Damals wurde 80% des Reichtums von 20% der Bevölkerung gehalten. Dieses Verhältnis, auch Paretoprinzip genannt, ließ sich in Folge auf viele verschiedene Bereiche anwenden:

Beispielsweise stammt 80% des Umsatzes eines Unternehmens von 20% der Kunden. 80% der Verarbeitung eines Computers wird durch 20% der Befehle gesteuert. 80% des Verkehrs findet auf 20% der Straßen statt. Diese Aufzählung ließe sich noch eine Zeit lang so fortsetzen.

Effektives Zeitmanagement

Für dein Zeitmanagement ist jedoch nur eines wichtig: wir erledigen nämlich auch 80% unserer täglichen Aufgaben in 20% unserer Zeit. Und was ist mit den anderen 20% meiner täglichen Arbeitsergebnisse, wirst du jetzt vielleicht fragen.

Tja, diese benötigen dann unwirtschaftliche 80% deiner restlichen Arbeitszeit. Daran sieht man deutlich, dass die Effektivität der Arbeit nicht unbedingt am Zeiteinsatz messbar ist.

Das kann im ersten Moment erschreckend sein. Nicht jedoch, wenn man mit diesem Wissen an seine tägliche Arbeit herangeht. Stelle also fest, welche 20% deiner Aufgaben den meisten Erfolg bringen.

Konzentriere dich auf diese Tätigkeiten, mache dir einen Plan für deren Erledigung. Reduziere gleichzeitig den Aufwand für alle Aufgaben, die dich nicht oder nur wenig weiterbringen. So beschäftigst du dich mit dem Wesentlichen und verfällt nicht so schnell in ein Leistungstief durch einen zu hohe Arbeitsbelastung.

Konzentration auf das Wesentliche

In der Praxis sieht die Anwendung der 80/20 Regel etwa so aus:

Bei Meetings und Workshops
Überlege dir schon im Vorhinein, was du in dem Meeting oder Workshop erreichen willst. Notiere dir deine Ziele in Stichworten. Wenn das Gespräch abzuschweifen droht oder sich in Details verheddert, lenke es konsequent wieder zurück zum eigentlichen Inhalt. So sparst du Zeit und konzentrierst dich auf das Wesentliche.

In Projekten
Wenn ein Projekt etwa über ein Monat läuft, stelle dir vor, wie es wäre, es nur in der Hälfte der Zeit zu Ende bringen zu müssen. Welche Aktivitäten können entfallen? Welche Aufgaben könntest du delegieren? Und was müsstest du unbedingt tun, um das Projekt zu einem guten Abschluss zu bringen? Diese Überlegungen zeigen dir schnell, welche Arbeiten wirklich relevant für dein Projekt sind.

Beim Texten
Die wichtigste Überlegung beim Texten für das Content Marketing ist es wohl, welcher Inhalt mit welchem Ziel für welche Zielgruppe publiziert werden soll. Und genau hier kann auch das Pareto Prinzip angewendet werden. Frage dich, welches Ziel du mit deinem Text tatsächlich verfolgst. Willst du informieren, dein Image verbessern oder Kund*innen zum Kauf bewegen? Gleiche deine Texte mit deinen Zielen ab. Du wirst sehen, dass sich viel, was du für erwähnenswert gehalten hast, als gar nicht so wichtig herausstellt.

Den Körper in Schwung bringen gegen das Leistungstief

Wenn es uns dann aber doch einmal heimsucht, das Leistungstief, dann helfen ein paar einfache Tricks, um wieder auf die Höhe zu kommen. 

Tief durchatmen

Am besten vor dem offenen Fenster, falls dort nicht gerade eine Autobahn vorbeiführt. Denn frische Luft versorgt die Zellen mit Sauerstoff und bringt dadurch Power. Wenn du dabei in der Vorstellung die Luft bis in die Zehen saugst, wird die Atmung automatisch noch tiefer. 

Musik hören

Dreh deinen Lieblingssong auf und tanze eine Runde dazu. Muss ja nicht in aller Öffentlichkeit sein. Und wenn doch, dann hast du gleich den zusätzlichen Effekt, dass die Leute rundherum auch wach werden.

Kurz mal entspannen

Alle eineinhalb Stunden solltest du fünf bis zehn Minuten richtig abschalten. Und zwar auch das Handy. Ein Glas Wasser trinken, eine Runde um den Block gehen oder einfach nur ins wohlbekannte Narrenkastl schauen entlastet den Geist und gibt frische Energie. 

Hand aufs Hirn

Wenn zu einem Leistungstief auch noch Stress kommt, weil gewisse Aufgaben partout erledigt gehören, ist die vollständige Blockade vorprogrammiert. 

Denn unter Stress schwören bestimmte Hormone unseren Organismus auf eine Flucht- oder Kampfreaktion ein. Das war in Urzeiten überlebensrelevant, ist jetzt jedoch eher hinderlich. Unser Stress wird heutzutage ja eher selten dadurch ausgelöst, dass ein Säbelzahntiger hinter uns her ist.

In einer Situation der Anspannung wird auch dem Großhirn Blut und damit Sauerstoff entzogen, was dazu führt, dass die höheren geistigen Zentren abschalten.

Eine einfache Übung, um wieder in Fluss zu kommen, ist es, in entspannter, aufrechter Haltung die flache Hand auf die Stirn zu legen. Das tun wir ja auch oft unbewusst als Geste, wenn uns sozusagen „ein Licht aufgeht“.

Hintergrund dazu ist, dass an der Stirn beidseits der Mitte spezielle Punkte liegen, deren Berührung die Blutgefäße im vorderen Gehirnbereich erweitern und damit die gesamte Gehirnrinde wieder aktivieren.

Müdigkeit ist (auch) Kopfsache

Oft ist es unsere innere Stimme, die uns fortwährend daran erinnert, dass wir müde sind. Das mag einen biologischen Zweck erfüllen, ist aber in diesem Moment wenig hilfreich. Denn wie eine negative Affirmation führt es dazu, dass wir noch antriebsloser werden. Also immer mal wieder in sich hineinhören und das Geschnatter abstellen.

ZEIT IST SUBJEKTIV – MACH ETWAS DARAUS!

ZEIT IST SUBJEKTIV – MACH ETWAS DARAUS!

Mein Kollege Willi hat keine Zeit. Zu viele Aufgaben, zu viele Telefonanrufe, zu viele Meetings – einfach alles zu viel für einen Arbeitstag. Woher ich das weiß? Na er erzählt es mir – in aller Ausführlichkeit und überall, wo wir uns treffen. Stundenlang. Und da ich ja neben der netten Plauderei auch noch meine eigene Arbeit erledigen will, muss ich ihn oft mit allerlei höflichen Ausflüchten in seinem Redefluss unterbrechen und das Weite suchen. Und immer wieder frage ich mich dann, wie viel oder wenig Zeit Willi wirklich hat.

Ereignisse bestimmen die Zeit

Dass Zeit relativ ist, wissen wir schon seit Albert Einstein. Wir Menschen haben für die Zeitmessung keine Sensoren. Mit unseren fünf Sinnen können wir sehen, hören, riechen, schmecken und tasten, aber keine Zeit erfassen. Wir messen die vergangenen Stunden anhand von Ereignissen und Bewegungen. Je mehr passiert und je schneller wir in Bewegung sind, desto schneller vergeht auch unsere Zeit. Daher könnte im Fall meines Kollegen Willi auch unser Gespräch dazu beitragen, dass er in zusätzlichen Stress gerät. Es ist ja praktisch noch ein weiteres Ereignis in seinem Tagesablauf und lässt so seine Zeit subjektiv schneller vergehen.

Durch Zeit und Raum

Doch wie wissen wir, was in der Vergangenheit war oder in der Zukunft sein wird? Wir alle stellen Zeit in unserem Gehirn räumlich dar und weisen Vergangenheit und Zukunft verschiedene Plätze zu. In unserer westlichen Welt ist es meist so, dass die Zeitlinie an unseren Augen vorbei läuft, wobei links von uns die Vergangenheit verortet ist und rechts die Zukunft. Es kann auch vorkommen, dass die Vergangenheit hinter uns angesiedelt ist und die Zukunft vor uns und unser Körper genau die Gegenwart markiert. Das spiegelt sich auch in unserer Sprache wider, wir verwenden Sätze wie: Das habe ich noch vor mir oder schon hinter mir, bis dahin ist es noch weit etc.

Zeitabläufe auf der Timeline

Wenn man nun Vergangenheit und Zukunft mit einer Linie verbindet, markiert das unsere persönliche Zeitachse, die so genannte Timeline. Sie ist das Ordnungssystem, das unsere Erlebnisse chronologisch sortiert und markiert, wann diese stattgefunden haben. Doch all die Erinnerungen an die Vergangenheit und Erwartungen für die Zukunft finden nur in unserer Vorstellung statt, und zwar in Gedanken ausgehend vom Hier und Jetzt. Und genau in diesem Moment ist auch alles veränderbar.

Beim nächsten Mal, als ich Willi am Gang treffe und er wieder anfangen will, sich über die Masse an Aufgaben zu beschweren, die er noch vor sich hat, unterbreche ich ihn kurzerhand. Denn ich weiß, dass nur er selbst hier etwas verändern kann. Und ich weiß auch, wie…