Content Marketing

Content Marketing: 4 grundlegende Fragen, die du dir stellen solltest, BEVOR du zu schreiben beginnst!

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Content Marketing: 4 grundlegende Fragen, die du dir stellen solltest, BEVOR du zu schreiben beginnst!

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Aus welchem Grund googelst du hauptsächlich? Suchst du die Antwort auf eine Frage, willst du ein Problem lösen oder mehr Informationen zu einem Thema finden?

Das sind wohl die wichtigsten Gründe, warum du die Suchmaschine befragst. Und deinen Leser*innen geht es nicht anders. Auf der Suche nach Content, also Inhalten, die zu ihrer Sucheingabe passen, durchforsten sie das Internet.
Hängen bleiben sie bei den Seiten, die ihre Suchanfrage möglichst ausführlich und übersichtlich beantworten. Und genau hier setzt Content Marketing an.

Alles logisch und kein Hexenwerk, möchte man meinen.

Und trotzdem lese ich täglich eine Menge Blogposts, Social Media Einträge und Mails, die so entbehrlich sind wie Motten in einem Mehlfass. Die null Mehrwert bieten und einen Großteil der Interessent*innen sicher keinen einzigen Schritt weiter bringen. Und noch dazu so uninteressant getextet sind, dass man freiwillig nur die ersten 3 Worte liest.

So viele Unternehmen schreiben nur, damit sie etwas vorzuweisen haben, ohne Plan und ohne Erfolgsmessung. Sie schreiben für sich – und nicht für ihre Leser*innen. Und damit vergeuden sie Zeit und Geld.

Wenn du diesen Unternehmen mit deinem Content Marketing einen Schritt voraus sein möchtest, dann stelle dir folgende vier Fragen, bevor du zu schreiben beginnst:

1. Wer ist die Zielgruppe für mein Content Marketing?

Auch, wenn Beschreibungen wie Zielgruppe, Klientel, Abnehmer*innenkreis, Kund*innen, Persona etc. in unseren Ohren ein Meerrauschen erzeugen, die Buchstaben im Trauerzug an unseren Augen vorbeilaufen und unser Fluchtreflex einsetzt: ratsam ist es trotzdem, sich vor der Texterstellung für dein Content Marketing zu überlegen, wen du ansprechen möchtest.

Eine Anwältin oder einen Yoga-Lehrer wirst du auf unterschiedliche Weise adressieren. Auch ein Familienvater tickt anders als eine alleinerziehende Mutter. Ebenso wie Personen auf verschiedenen hierarchischen Ebenen.

Ich gehe davon aus, dass du prinzipiell weißt, wen du mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung beglücken möchtest.

Je stärker du dich jedoch in die Rolle deines Gegenübers einfühlen kannst, desto punktgenauer werden auch deine Texte. In welcher Situation befindet sich deine Leserin oder dein Leser gerade? Welche Bedürfnisse spielen eine Rolle? Welche Probleme sollen gelöst werden?

Vergiss dabei nie, dass es sich bei deinen Leser*innen in erster Linie um Menschen aus Fleisch und Blut handelt. Jeder ihrer Handlung liegt eine Emotion zugrunde. Wie du diese weckst, findest du auch hier.

Profitipp

Stell dir während des Schreibens dein Gegenüber genau vor. Wie sieht die Person aus, welche Ausdrücke benutzt sie oder er, welche Gestik und Mimik wird gezeigt? Sprich in deinem Kopf mit der Person. Dann ist deine Treffsicherheit noch größer. 

2. Wie können die Leser*innen von den Inhalten im Content Marketing profitieren?

Wie schon erwähnt, werfen Interessent*innen ihre Suchmaschine meist aus einem speziellen Grund an.

Man unterscheidet drei Arten von Suchanfragen bei Google:

  • die Navigationsanfrage,
  • die Informationsanfrage und
  • die Transaktionsanfrage

Die Navigationsanfrage ist eine gezielte Suche nach einer bestimmten Website. Deine Texte haben bei dieser Art der Suche wenig Einfluss darauf, wohin die Person geleitet wird.

Ganz anders bei Informations- oder Transaktionsanfragen. Hier werden keine bestimmten Seiten angesteuert, sondern Ausführungen zu einem Thema gesucht bzw. schon eine Kaufabsicht kundgetan.

Falls dein Text dazu passt, kannst du dich mit deinem Content Marketing hier einklinken wie mit einem Karabinerhaken in die Kletterwand. Was du allerdings dazu brauchst sind Ösen, also die Worte beziehungsweise Phrasen, nach denen gesucht wird. 

Welche Begriffe das sind und wie sie genau in das Suchfeld bei Google eingegeben werden, kannst du im Groben schon mit kostenlosen Keyword-Tools wie dem Google Keyword-Planner, Ubersuggest oder Answer the public herausfinden. Ins Detail gehen dann kostenpflichtige Versionen. 

Pass deine Inhalte den Suchanfragen an. Schreibe ausführlich, verständlich und integriere die gesuchten Schlüsselworte und Textbausteine. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass deine Texte in der Ergebnisliste einer Suchanfrage aufscheinen.

Aber nicht nur das Wie, sondern auch das Was ist entscheidend. Gib deinem Publikum Zucker. Das bedeutet, sie nicht mit Geschwafel, sondern mit relevanten Informationen zu versorgen. Teile dein Wissen und zeige Kompetenz.

Denn wenn du deinen Leser*innen den richtigen Nutzen durch passende und wertige Inhalte bietest, machst du sie zu Fans deines Unternehmens. Und das ist das erklärte Ziel von Content Marketing.

Profitipp

Aber Achtung: Verpulver nicht dein gesamtes Wissen! Vor allem bei Dienstleistungen läuft man Gefahr, über die Stränge zu schlagen und schon vorab zu viel zur eigentlichen Problemlösung beizutragen. Konzentriere dich daher in deinen Texten auf die Problemlösung und verkaufe danach die Anleitung dazu.

Und bitte keine Selbstbeweihräucherung, die zieht heutzutage nicht mehr. Wenn das, was sich in deinem Unternehmen abspielt, nicht direkt relevant für deine Zielgruppe ist, lass es weg!

3. Welches Format wähle ich für mein Content Marketing?

Die Ausdrucksformen im Content Marketing sind vielfältig. Neben audiovisuellen Medien wie Bildern, Videos oder Podcasts steht eine Reihe von textbasierten Möglichkeiten zur Verfügung:

Ratgeber und Checklisten

Guter Rat muss ganz und gar nicht teuer sein. Oft steht er sogar gratis zur Verfügung, so wie dieser Blogartikel.

Je besser du mit deinem Ratgeber die Problemstellungen der Menschen löst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er gelesen und im Netz verbreitet wird. Das unterstreicht deinen Expert*innenstatus und macht dein Unternehmen bekannter.

Auch Checklisten sind einfach zu erstellen und bieten deinen Leser*innen Mehrwert. Eine Checkliste kann sich entweder im Ratgeber selbst wiederfinden oder auch für sich alleine stehen.

Studien und White Papers

Du musst nicht gleich selbst eine Studie erstellen, um davon zu profitieren. Erweitere oder bestätige durch bereits vorhandene Erhebungen einfach deine eigenen Inhalte. Zahlen aus einer unabhängigen Quelle wirken seriös und können die eigene Argumentation untermauern.

Willst du spezifische Fachinformationen publizieren, eignet sich auch ein Whitepaper für dein Content Marketing: Das basiert ebenfalls auf Zahlen und Fakten, oft in der Form von Forschungsergebnissen oder Case Studies.

Anleitungen und Produktinformationen

In 7 einfachen Schritten zur professionellen Blog-Strategie. 10 Tipps für die Nutzung von Content Marketing. 3 Wege, um mehr Traffic auf deine Website zu ziehen.

Anleitungen in der Form einer Listicle (ein englisches Mischwort aus Liste und Artikel) haben über die Jahrtausende nichts an Aktualität eingebüßt: Die älteste und bekannteste Form sind wohl die 10 Gebote.

Auch Produktinformationen kannst du mit zusätzlichem Content aufpeppen: Wie wäre es mit ein paar hilfreichen Tipps zur Anwendung des Produktes?

Kommentare und Bewertungen

Du liest einen Artikel zu deinem Fachgebiet und willst etwas beitragen? Nur raus damit, wenn es die Kommentarfunktion erlaubt!

In sozialen Medien kannst du Postings beispielsweise auch auf deiner eigenen Seite teilen und kommentieren.

Das freut einerseits die Autor*innen, andererseits zeigt es dein Fachwissen.

Rezensionen und Empfehlungen

Positive Rezensionen und Empfehlungen stellen eine eindeutige Win-Win-Win Situation für dein Content Marketing dar.

Sie helfen sowohl dem Unternehmen als auch den Kund*innen und Interessent*innen mit einem Statement über das Produkt oder die Dienstleistung.

Denn Menschen vertrauen anderen Menschen mit unabhängiger Meinung mehr als einseitigen Unternehmensinformationen.

Presseartikel und Gastbeiträge

Auch Fach- und Publikumsmedien eignen sich dafür, die Botschaften in deinem Content Marketing zu verteilen. Ein interessanter Artikel, aus dem nicht das Eigenlob trieft wie das Fett aus der Pfanne, wird von Journalist*innen gerne aufgenommen.

Professionell aufgebaute Pressearbeit erfordert jedoch mehr als nur Texterstellung. Sie sollte über eine eigene Abteilung oder PR-Agentur laufen und ist für kleine Unternehmen eher aufwendig.

Leichter geht es da schon mit einem Gastbeitrag. Suche dir passende Blogs oder Online-Publikationen und frag einfach mal nach, ob Interesse daran besteht, einen deiner Artikel aufzunehmen.

So, jetzt hast du die Qual der Wahl. Von unterschiedlichen Blickwinkeln aus betrachtet, kannst du auch ein und dasselbe Thema in verschiedene Formate packen.

Doch nicht, bevor du dir die letzte und wohl wichtigste Frage gestellt hast.

Welches Ziel verfolge ich mit meinem Content Marketing?

Was wäre das beliebte Spiel Dart ohne seine Zielscheibe? Ein Billardtisch ohne Löcher? Oder ein Berg ohne Gipfelkreuz?

Was bei vielen Sport- und Freizeitbeschäftigungen gang und gäbe ist, nämlich auf ein bestimmtes Ziel hinzusteuern, fehlt im Content Marketing leider allzu oft.

Aber wie setzt du nun gute Ziele?

Ziele S.M.A.R.T. setzen

Unerlässlich zum Erreichen eines Ziels ist dessen Formulierung. Diese sollte gleich zu Beginn spezifisch (S) gestaltet werden. Also überlege dir, bevor du zu schreiben beginnst, was dein Beitrag bewirken soll. Willst du Menschen auf dein Angebot aufmerksam machen? Willst du, dass sie kaufen, sich für deinen Newsletter anmelden oder ähnliches?

Wenn es dein Ziel ist, die Menschen zu einer Handlung zu bewegen, dann sag das auch!

„Für Leseratten gibt es hier mein E-Book zum Download. Besuchen Sie meine Website für Ihr persönliches Erstgespräch. Abonniere meinen Newsletter für Tipps ohne Ende. Hier geht’s zum Kauf!“

Was auch immer du von deinen Leser*innen möchtest – leite sie an, es zu tun. Diese Handlungsaufforderung wird in Werbewirkungsmodellen auch Call-to-Action genannt. Sie fungiert wie ein Wegweiser, der den Betrachter*innen auf einer Website oder Social Media Plattform Orientierung gibt und dich zu deinem Ziel steuern lässt.

Weiters sollte dein Ziel auch messbar (M) sein. Wenn du mit deinem Beitrag neue Leser*innen für deinen Newsletter erreichen möchtest, dann definierte für dich selbst im Vorfeld, wie viele es sein sollen.

Das Ziel muss für dich selbst auch attraktiv (A) sein? Je mehr Gründe dir einfallen, warum du dein Ziel erreichen möchstest, desto attraktiver wird es in deinen Augen und je mehr freust du dich, wenn du es erreichst. Dein Ziel sollte dich jedoch weder über- noch unterfordern. Zu schwer erreichbare oder unrealistische Ziele nehmen dir schnell die Motivation, wenn ein Ziel zu leicht erreichbar ist, wird die Freude darüber nicht allzu groß sein.

Das Ziel sollte also sehr wohl realisierbar (R) sein.

Am Schluss solltest du dir einen Termin (T) setzen, bis wann du dein Ziel erreichen möchtest. Alles andere mutiert zur Lebensaufgabe.

Wenn all diese Punkte geklärt sind, dann notiere dir dein Ziel, und zwar in der Ich-Form (Ich werde bis 23. August einen Blogbeitrag mit 2000 Worten schreiben, der darauf ausgelegt ist, dass sich innerhalb von einem Monat 40 Leads zu meinem Newsletter anmelden.).

Und jetzt … ran an den Content!

Hast du alle Fragen beantwortet, kannst du los starten. Du wirst merken, dass sich nach diesen Vorüberlegungen auch dein Schreibfluss vom müden Bächlein zum reißenden Strom entwickelt. Denn die Struktur hilft dir dabei, bei der Sache zu bleiben und dich nicht zu verzetteln.

Weitere Tipps zum Schreiben erhälst du in meinem Newsletter, also melde dich gleich an!

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