Mehr Erfolg als Superwoman ohne übernatürliche Powerkräfte? So geht’s!

Workshops & Vorträge

Mehr Erfolg als Superwoman ohne übernatürliche Powerkräfte? So geht’s!

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Es ist früh, etwa halb fünf. Unvermutet wache ich auf, das ist normaler Weise nicht meine Zeit. Kaum öffne ich die Augen, überkommt mich schon das ungute Gefühl.

Heute ist es so weit

Workshop bei einem großen Kunden. Seit Tagen bereite ich mich auf diesen Termin vor, gehe das Meeting im Kopf immer und immer wieder durch. Doch gelassener werde ich dadurch nicht, geschweige denn sicherer. Ich quäle mich aus dem Bett, liegen bleiben bringt auch nichts. Lieber nochmals den Ablauf durchgehen. Aber planbar ist bei einem solchen Workshop zum Entwickeln einer Unternehmenssprache eigentlich ohnehin nicht viel. Und das ist eigentlich auch das Schöne daran, diese ganz eigenen Dynamik, die immer entsteht.

Vorbereitung ist alles

Doch halt, gibt es da nicht eine einfache Übung, um seinen Körper in einen „Siegerstate“ zu bringen? Amy Cuddy, Sozialpsychologin und Professorin an der Harvard Business School, hält doch Vorträge in diesem Bereich. Ich habe nicht mehr viel Zeit, mir ihre Arbeit genau zu Gemüte zu führen, aber ich bin auf der richtigen Fährte. Und nach ein wenig Googeln zeigt sich die einfache Lösung: Gewisse Übungen, etwa 2 Minuten lang durchgeführt, erhöhen nachweislich den Testosteronspiegel und bauen das Stresshormon Cortisol ab. Genau das brauche ich jetzt!

Hände in die Hüften

Ich entscheide mich für Superwoman, stehe gerade und stütze die Hände in den Hüften ab. Mehr nicht? Nein, mehr nicht, und das auch nur für 2 Minuten. Kein Problem, wenns was bringt, halt ich das auch 20 Minuten durch. Doch das ist laut Anleitung gar nicht nötig. Etwas skeptisch stehe ich also da und stelle mir vor, wie ich die Welt rette. War zwar nicht beschrieben, schaden kanns aber auch nicht. Nach fünf Minuten beende ich die Übung und hoffe das Beste.

Ich bleibe cool

Bei meiner Fahrt zum Kunden merke ich, dass der Vollmond naht und jeder zweite Autofahrer die Verkehrsregeln vergessen zu haben scheint. Aber anstatt mich wie sonst immer aufzuregen und schimpfend wie ein Rohrspatz hinter dem Lenkrad zu sitzen nehme ich es diesmal mit Humor. Und kann auf zwei wirklich brenzlige Situationen souverän reagieren und einen Unfall vermeiden.

Erfolg garantiert

Ohne Verzögerungen komme ich im Unternehmen an. Halb neun, der Workshop beginnt um neun. Schnell die Mails gecheckt und nochmals auf die Toilette. Hier nutzte ich die Zeit, um meine Übung zu wiederholen und den Superwoman-Modus zu verstärken. Bereit für meinen Workshop und den Ablauf im Kopf betrete ich dann den Konferenzraum. Und tatsächlich! Das Team ist wunderbar und macht meine Übungen voller Begeisterung mit. In nur einem Vormittag können wir einen griffigen Sprachleitfaden für das Unternehmen entwickeln. Vorbereitung ist eben doch – fast – alles!

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