MIT EINEM RAKETENSTART INS NEUE JAHR

Produktivität

MIT EINEM RAKETENSTART INS NEUE JAHR

Produktivität

Keller ausmisten? Kein Problem, mach ich in den Weihnachtsferien. Rechnungen sortieren? In den Weihnachtsferien hätte ich genug Zeit dazu! Auto waschen? Weihnachtsferien!
Der Plan ist gut, ich habe ja genug Zeit.

Und jetzt sind sie da, die Weihnachtsferien, jedes Jahr schneller als geglaubt. Und was ist bisher passiert? Nichts. Außer, dass mir jeden Tag gefühlte 1000 Ausreden einfallen, um eben nichts zu tun. Gar nichts.
Obwohl ich weiß, dass ich das wieder bereuen werde.
Spätestens Mitte Jänner, wenn ich wegen der dreckverschmierten Windschutzscheibe meines Autos in der Garage die dort gestapelten Kisten umfahre und in Ermangelung der Rechnungen nicht einmal mehr weiß, was sie enthalten haben. Oder so ähnlich.

Der Aufschieberitis verfallen

Doch sobald ich mit dem Vorsatz, dort ein wenig Ordnung zu schaffen, in den Keller gehe, bekomme ich plötzlich Durst und muss ganz schnell wieder Richtig Küche umdrehen. Sobald ich die Papiere sehe, die sich in meinem Büro stapeln, fällt mir ein, dass ich eigentlich noch mit dem Hund raus sollte. Und die Scheibenwischer meines Autos funktionieren eigentlich auch noch ganz gut, wenn ich mir das so recht überlege.
Da ich mich aber prinzipiell nicht zu den faulen Menschen zähle, beginne ich mich schön langsam über mich selbst zu wundern. Das gibts doch nicht. Ich will diese Dinge doch eigentlich tun, warum fällt es mir so schwer? Auf der Suche nach einer Lösung stoße ich zufällig auf die amerikanische Unternehmerin und Autorin der 5-Sekunden-Regel, Mel Robins.

5 Sekunden, die alles verändern

Getreu dem Motto ‚Besser der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach‘ versucht unser Gehirn permanent, den für uns einfachsten Weg zu gehen, erklärt Robins. Jede Idee, jeder Einfall und jeder Vorsatz, der einen angenehmen Status Quo bedroht, wird von unserer inneren Stimme abgewehrt.

Doch halt! Das passiert nicht sofort, unser Gehirn braucht einen kurzen Moment, um in die Gänge zu kommen. Ungefähr 5 Sekunden haben wir Zeit, um unsere Ideen Realität werden zu lassen, bevor unsere innere Stimme sie torpediert. Ausreichend, um einem nächsten Schritt in Richtung unseres Vorhabens zu unternehmen. Am besten zählt man wie bei einem Raketenstart von 5 abwärts und bei der eins angekommen, legt man los, rät die Autorin.

Der Countdown beginnt

Klingt interessant, könnte man versuchen…aber erst morgen, oder? Und schon wieder erwische ich die innere Stimme dabei, mir mein Vorhaben ausreden zu wollen. Also gut, 5,4,3,2,1…ab in den Keller. 5,4,3,2,1 erste Kiste geöffnet. 5,4,3,2,1 und los gehts.

Wie oft ich an diesem Nachmittag noch meinen Countdown gestartet habe, weiß ich nicht mehr. Aber es hat sich ausgezahlt, mein Keller ist aufgeräumt und in meiner Garage hätten jetzt sogar 2 Autos Platz. 5,4,3,2,1 jetzt noch schnell einen Lottoschein ausgefüllt, wer weiß, wer weiß, vielleicht kommt es ja tatsächlich einmal so weit.

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