Unternehmenstexte mit Suchtpotenzial

So schreibst du Unternehmenstexte, die Sucht­potenzial entwickeln und von vorne bis hinten gelesen werden

Texten

So schreibst du Unternehmenstexte, die Sucht­potenzial entwickeln und von vorne bis hinten gelesen werden

Texten

Ich erinnere mich nicht gerne an meine Schulzeit zurück. Ewig lange und öde Schulstunden, abgelöst von kurzen Pausen zum Durchatmen. Ständiger Lernstress und Leistungsdruck. Kein Wunder also, dass es mich – vor allem als Jugendliche – wenig freute, mir in der Schule etwas anzueignen. Und ich eine dementsprechend mittelmäßige Schülerin war.

Ganz anders verhielt es sich mit meinen Hobbys. Beim Reiten oder Tanzen entwickelte ich mich schnell weiter. Das machte ja auch Spaß. Und deshalb störte mich das Lernen überhaupt nicht.  

Es gibt also einen großen Unterschied zwischen diesen Situationen, auch wenn sie beide damit zu tun haben, sich weiterzuentwickeln. 

Profitipp

In freudvollen Situationen bewirkt der Botenstoff Dopamin im Gehirn, dass Opium-ähnliche Substanzen ausgeschüttet werden. Das empfinden wir Menschen als angenehm und wir suchen nach Wiederholung. Wenn Lernen also Spaß macht, sind wir konzentriert und aufnahmebereit und möchten mehr davon.  

Aber was hat das jetzt mit deinen Unternehmenstexten zu tun? Natürlich muss auch deine Zielgruppe dein Unternehmen und deine Produkte kennen lernen. Das findet in unserer digitalisierten Welt meistens durch deine Unternehmenstexte auf der Website oder Social Media Plattformen statt.

Setze deine Texte also ein wie verführerisches Schokoladeneis: schon die Vorfreude sollte deinen Leser*innen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen (Glück). Der Genuss stillt dann den Lesehunger (Nutzen), die Inhaltsstoffe bringen auf Hochtouren (Vorsprung). Und es bleibt eine Liebe zu deiner Marke, die an Sucht grenzt (Verbundenheit).

Schaffst du es, in deinen Leser*innen solche Gefühle zu wecken, werden deine Texte zu wahren Dopaminbomben.

Wie das geht, verrate ich dir gleich.

Gute Unternehmenstexte machen deine Leser*innen glücklich

Babys und Kleinkinder lernen gerne. Ihre Eltern bestärken sie bei jedem Entwicklungsschritt mit einem Lächeln und lobenden Worten. Dadurch gewöhnen sie sich an diesen freundvollen Zustand und verknüpfen positive Gefühle mit ihrer Weiterentwicklung. Lernen macht ihnen Spaß. 

Erst im Laufe der Zeit – und leider passiert dies oft in der Schule – kann die Freude an der Sache verloren gehen. Abstrakten Stoff auswendig zu lernen kurbelt das Dopamin im Gehirn nicht an. Von fehlender positiver Verstärkung, Druck oder sogar Strafe ganz zu schweigen.  

Knüpfe in deinen Texten also wieder an einen freudvollen Zustand an. Zaubere deinen Leser*innen ein Lächeln auf die Lippen, versuche, während des Lesens ein Wohlgefühl zu erzeugen. Dadurch lädst du deine  Inhalte emotional auf und machst sie relevant für deine Zielgruppe.  

Viele Werbungen setzen darauf, dass bei ihrer Betrachtung Glücksgefühle ausgelöst werden. Sehr gut funktioniert dies mit Sujets von Kleinkindern, Tieren oder mit sinnlichen Inhalten. Das aktiviert positive Emotionen, wie bereits viele Studien festgestellt haben. 

Denk nur an die Bank Austria Werbung von Jung von Matt/Donau aus dem Jahr 2002, in dem ein kleiner Bub sich bemüht, eine Milchflasche zu öffnen. Die Atmosphäre ist friedvoll und wird untermalt von der Frage „Was wären die großen Erfolge ohne die kleinen?“ Ein Spot, der im Gedächtnis bleibt und zum Schmunzeln anregt.  

Aussagekräftige Unternehmenstexte stiften Nutzen für deine Leser*innen 

Wie erwähnt, ändert sich das Lernverhalten von Kindern in der Schule meist. Viele erlernte Dinge bleiben abstrakt, da sie nicht gleich in die Praxis umgesetzt werden können. Die Kinder beginnen nun, sich nutzenorientiert zu verhalten. Sie eignen sich Wissen an, um ein Problem zu lösen oder eine Prüfung zu bestehen.  

Ist das geschafft, wird im Gehirn wieder Dopamin aktiviert. Zwar nicht so stark wie bei freudvollem Lernen, aber es kann nachgewiesen werden. Mach dir dieses Wissen zunutze und sprich in deinen Texten ein Problem oder eine Herausforderung deiner Leserschaft an. Und dann präsentiere eine Lösung.

 Damit sich deine Interessent*innen direkt angesprochen fühlen, beschreibe die Herausforderung am Anfang so detailliert, dass du deinen Leser*innen ein Kopfnicken entlockst. Führe sie danach Schritt für Schritt zur Lösung. Vergiss dabei nicht, eventuelle Hürden anzusprechen, aufgrund derer das angestrebte Ziel bis jetzt nicht erreicht wurde.

Je mehr sich deine Interessent*innen mit der beschriebenen Situation identifizieren, desto eher lesen sie deinen Text bis zum Schluss.

Profitipp

Eine Lösung bedeutet nicht, dass du dein ganzes Wissen preisgeben musst. Zeige deinen Interessent*innen, was mit welcher Methode erreichbar ist. Die Leistung selbst verkaufst du dann. Mache im Vorfeld nur glaubwürdig, dass du das Problem deiner Zielgruppe beheben kannst.

 Auch Zahlen von Statistiken oder Umfragen sowie zufriedene Testimonials helfen, die Seriosität deines Angebots zu unterstreichen.

Diese und ähnliche Methoden, deine Leser*innen in deinen Text zu ziehen, erfährst du in meinem Workshop Text-Turbo.

Bedeutungsvolle Unternehmenstexte gewähren deinen Leser*innen einen Vorsprung

Du warst in der Mathestunde das einzige Kind, das die Formel lösen konnte? Und nun im Meeting bist du der Einzige, der die Zahlen aus dem Report richtig interpretiert?  Auch dieser Vorsprung, dieser kleine Sieg schüttet im Gehirn Dopamin aus.

Wettbewerb liegt uns in den Genen. Schon Kinder möchten oft die oder der Erste und Beste sein. Auch viele Spiele zielen darauf ab, dass jemand gewinnt.

Dies ändert sich wenig, wenn wir erwachsen werden. Nicht nur im Sport versuchen wir, uns gegenseitig zu übertreffen. Auch ein Wissensvorsprung gegenüber der Konkurrenz kann eine Dopaminquelle sein.

Darum ziehen Überschriften, die auf geheimes Wissen oder wenig bekannte Informationen im folgenden Artikel hinweisen, meist sehr gut.

Überlege dir also, welche Information für deine Zielgruppe nützlich ist und ihr einen Vorteil verschafft.

Das ist übrigens auch die Intention dieses Blogartikels. Die Umsetzung meiner Tipps soll deinen Texten eine Pole Position im Wettbewerb mit anderen Unternehmen ermöglichen.

Anziehende Unternehmenstexte machen deine Leser*innen zu deinen Geliebten

So, das ist jetzt nicht unbedingt wörtlich gemeint. Obwohl es für dein Geschäft natürlich grundsätzlich hilfreich ist, ein gutes Verhältnis mit deiner Zielgruppe zu pflegen, musst du nicht so weit gehen.

Aber es ist bewiesen, dass die Menschen Glückshormone ausschütten, wenn sie einen geliebten Menschen sehen. Das kann ein Partner oder eine Partnerin, ein Familienmitglied, ein guter Freud oder die beste Freundin sein.

Diese Menschen verbindet nicht nur eine positive Beziehung zueinander, sondern auch gemeinsame Wertvorstellungen. Ohne die wäre ein harmonisches Miteinander nicht möglich.

Und genau hier kannst du als Unternehmen ansetzen: Verleihe deinen Werten Ausdruck.

Wie beispielsweise die bekannte Marke Nivea: Der Nivea Rasierschaum erinnert dich vielleicht nicht nur an deinen geliebten Großvater. Nivea steht für Sicherheit, Geborgenheit und Zufriedenheit.  Das sind Werte, die sowohl in der Bildsprache des Unternehmens zum Ausdruck kommen als auch in den Unternehmenstexten.

Überlege dir also, für welche Werte deine Marke steht. Sind es Pioniergeist, Ordnung oder Fürsorge? Wohlstand oder Erfolg? Dann nimm nicht nur diese Worte immer wieder in Ihre Texte auf, sondern auch Synonyme dafür. Oder finde Geschichten, die diese Aspekte ausdrücken und mit denen sich deine Leser*innen identifizieren können.

So ziehst du automatisch Menschen an, mit denen du diese Grundhaltungen teilst und die du zu treuen Fans deiner Marke machen kannst.

Schwerpunkte setzen und Leser*innen gewinnen

Setze also, bevor du das nächste Mal zu schreiben beginnst, einen der vier Schwerpunkte. So packst du dein Publikum und machen es zum Junkie deiner Texte. Und was gibt es Schöneres, als wenn sich die Arbeit lohnt und deine Artikel verschlungen werden?

Was du sonst noch beachten solltest, bevor du mit dem Schreiben beginnen, kannst du übrigens hier nachlesen: Content Marketing: 4 grundlegende Fragen, die Sie sich stellen sollten, BEVOR Sie zu schreiben beginnen!

0 Kommentare